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Erneut weniger Schwangerschafts­abbrüche registriert

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Wiesbaden – Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland geht weiter zurück: In jedem Quartal dieses Jahres wurden weniger Eingriffe gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete, wurden im dritten Quartal rund 26.700 Schwangerschaftsabbrüche registriert und damit fast 1.200 weniger als im Vergleichszeitraum 2008 (minus 4,3 Prozent).

Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre, 14 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Fast acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter.

Bei den unter 18-Jährigen (Anteil knapp fünf Prozent) ging den Statistikern zufolge die Zahl der Abtreibungen um zwei Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal zurück. 40 Prozent der Schwangeren aller Altersgruppen hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt. 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche seien nach der Beratungsregelung vorgenommen worden.

Im zweiten Quartal 2009 waren rund 27.800 Abtreibungen gemeldet worden, fast 1.600 weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Im ersten Quartal 2009 hatte es rund 29.400 Abtreibungen gegeben, 1.200 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der registrierten Abtreibungen war 2008 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf rund 114.500 gesunken. © ddp/aerzteblatt.de

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1000plus
am Freitag, 11. Dezember 2009, 17:20

Augenwischerei!

Die Meldung über den zahlenmäßigen Rückgang der Abtreibungen in Deutschland ist in doppelter Hinsicht eine Augenwischerei. Denn erstens müssen diese Zahlen auch in Relation zu den Geburten gesehen werden - wenn immer weniger Frauen schwanger werden, ist es nur logisch, dass auch weniger abtreiben. Leider hat das Statistische Bundesamt noch keine Geburtenzahlen für das 3. Quartal herausgegeben. Wenn man aber wenigstens die Zahlen aus den ersten beiden Quartalen hernimmt (vgl. www.destatis.de), so sieht man, dass 2008 die Abtreibungen im Verhältnis 18,7% bzw. 17,3% der Geburten ausgemacht haben. 2009 heißen diese beiden Zahlen 18,9% und 17,7%. Von einem Rückgang der Abtreibungszahlen kann also im Verhältnis zu den Geburten bzw. zur vermutlichen Gesamtzahl der Schwangerschaften keine Rede sein - eher von einem hauchdünnen Anstieg bei ständigem Rückgang der Schwangerschaften.
Zweitens verschleiert die Meldung vom Rückgang um 4,3% den Blick darauf, dass nach wie vor eine immense Zahl von Frauen in Deutschland sich tagtäglich keinen anderen Ausweg aus ihrer Konfliktsituation weiß als eine Abtreibung. 26.700 Frauen im 3. Quartal 2009, das sind fast 300 Frauen am Tag! Es ist ein Skandal, dass Frauen in unserer Gesellschaft immer wieder so im Stich gelassen werden, dass sie diesen Schritt tun müssen, obwohl sie es in der Mehrzahl der Fälle NICHT tun würden, erhielten sie wirkliche Hilfe: das nämlich beweist das Projekt 1000plus (www.1000plus.de): die überwältigende Mehrheit der Frauen, die über eine Abtreibung als Lösung nachdenken, entscheiden sich bei echter Beratung und konkreter Hilfe für ihr Kind.
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