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Fluglärm belastet Gesundheit erheblich

Montag, 14. Dezember 2009

Hamburg – Fluglärm gefährdet die Gesundheit offenbar erheblich mehr als vermutet. Eine Studie des Bremer Mediziners und Epidemiologen Eberhard Greiser belege einen starken Anstieg von gefährlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfällen bei Flughafenanwohnern, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet.  

Für die im Auftrag des Umweltbundesamts erstellte Studie wurden die Krankenkassendaten von mehr als einer Million gesetzlich Versicherter aus der Umgebung des Flughafens Köln/Bonn ausgewertet.

Demnach haben zum Beispiel über 40-jährige Frauen, die tagsüber einer Fluglärmbelastung von 60 Dezibel und mehr ausgesetzt werden, ein fast doppelt so hohes Risiko, wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung in einer Klinik behandelt werden zu müssen, als Frauen aus Wohngebieten ohne Fluglärm.

Bei Männern dieses Alters steige das Erkrankungsrisiko um 69 Prozent. Bei Frauen wurden zudem höhere Risiken für Brustkrebs und Leukämie in Fluglärm-Gebieten festgestellt.

Die in der Studie gewonnenen Daten erlauben laut „Spiegel“ auch Voraussagen über erwartbare Krankheitsfälle an anderen Flughäfen. Etwa zehn Jahre nach dem Ausbau von Berlin-Schönefeld zum Großflughafen müssten sich nach Greisers Berechnungen die umliegenden Krankenhäuser beispielsweise auf fast 5.000 zusätzliche Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten einstellen, darunter etwa 1.350 Männer und Frauen mit einem Schlaganfall. Durch umfangreichen Lärmschutz lasse sich die Zahl der Schlaganfall-Patienten auf etwa 950 verringern.

 

 

  © ddp/aerzteblatt.de

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