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Ärzteschaft

Arzneimittel­kommission will mehr Transparenz bei Studien

Montag, 11. Januar 2010

Berlin – Die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) kritisiert die Informationspolitik der Arzneimittelforschung. „Wir brauchen dringend mehr Transparenz bei der Veröffentlichung klinischer Studien“, forderte der AkdÄ-Vorsitzende Wolf-Dieter Ludwig im Rahmen des Interdisziplinären Forums der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) in Berlin.

Zu oft würden die Ergebnisse von der Pharmaindustrie zu spät bekannt oder überhaupt nicht publiziert. „Es ist deshalb richtig und wichtig, dass sich das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium für eine schnelle Veröffentlichung von Studienergebnissen bei der Arzneimittelforschung einsetzen will“, sagte Ludwig.

Er warnte in diesem Zusammenhang auch davor, die Informationen zu häufig als vertraulich einzustufen und dadurch der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Selbst bei bereits zugelassenen Medikamenten sei es für Ärzte und Patienten schwierig, verlässliche Informationen zu erhalten, so die Kritik.
 

Neben der Arzneimittelsicherheit rückt laut AkdÄ die Arznei­mittel­therapie­sicherheit immer stärker in den Blickpunkt der Gesundheitsberufe und der Öffentlichkeit. „Wechselnde Behandlungsteams und das hektische Umfeld einer akuten Krankenversorgung können dazu führen, dass ohne gezielte Maßnahmen eine hohe Versorgungsqualität nicht zu gewährleisten ist“, erklärte Walter Emil Haefeli vom Universitätsklinikum Heidelberg.

Bei der Fehleranalyse hätten sich in der Vergangenheit elektronische Hilfsmittel bewährt, mit denen etwa Überdosierungen oder unerwünschte Wechselwirkungen vermieden werden sollen. Diese Systeme müssten aber zunächst im Alltag getestet werden, weil andernfalls durch deren Nutzung neue Fehler verursacht werden könnten, warnte Haefeli.

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© hil/aerzteblatt.de

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