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Medizin

Eine Ursache für B-Zell-Lymphome entdeckt

Montag, 11. Januar 2010

Würzburg – Ein chronisch stimulierter B-Zell-Rezeptor fördert das Wachstum des großzelligen B-Zell-Lymphoms. Diese Erkenntnisse gewannen Forscher um Andreas Rosenwald von der Universität Würzburg. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature (doi:10.1038/nature08638).

Lymphome gehen von weißen Blutkörperchen aus. Entartete B-Zellen verursachen das "diffuse großzellige B-Zell-Lymphom", das ohne Behandlung sehr aggressiv verläuft. In Deutschland tritt es pro Jahr bei rund 3.000 Menschen auf. Die Patienten berichten üblicherweise über Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Die Mortalität dieser Erkrankung beläuft sich auf etwa 25 Prozent.

Mit einer kombinierten Immun- und Chemotherapie gelingt es, diese Lymphomerkrankung bei etwa 75 Prozent der Patienten langfristig in Schach zu halten oder sogar zu heilen", sagt Rosenwald. Die hohe Sterberate sei derzeit allerdings noch nicht erklärbar.

Das Forschungskonsortium konnte in den vergangenen Jahren beim diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom zwei wesentliche Untergruppen definieren, die sich biologisch und klinisch unterscheiden. In einer dieser Untergruppen ist ein für B-Zellen spezifisches Protein, der sogenannte B-Zell-Rezeptor, chronisch stimuliert. Das fördert offenbar das Wachstum des Tumors.

Diese Erkenntnis lässt sich in der Zukunft möglicherweise für die Therapie nutzen. Denkbar wäre laut der Arbeitsgruppe eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Kinaseblockern, welche die unkontrollierbare Stimulation dämpfen könnten.

Außerdem gibt es Hinweise, dass der chronisch stimulierte B-Zell-Rezeptor zumindest für einen Teil der Fälle verantwortlich sein könnte, bei denen die Lymphom-Patienten trotz Behandlung sterben. © hil/aerzteblatt.de

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