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Politik

Bayerische Krankenkassen sehen keinen Ärztemangel

Dienstag, 12. Januar 2010

München – Die Zahl der berufstätigen Ärzte in Bayern hat sich seit 1979 mehr als verdoppelt. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) unter Berufung auf die offizielle Statistik der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) mit.

Demnach arbeiteten Ende 2009 im Freistaat mehr als 54.500 Mediziner. 1979 lag die Zahl noch bei knapp 24.000 Ärzten. Laut ARGE entfallen damit auf einen berufstätigen Arzt in Bayern nur noch 229 Einwohner (1979: 454).

Nach Angaben der Krankenkassen und ihrer Verbände gibt es im Freistaat keinen einzigen Planungsbereich in der ambulanten ärztlichen Versorgung, bei dem Unterversorgung festzustellen wäre. Vielmehr seien die meisten Planungsbereiche überversorgt und für weitere Zulassungen von niedergelassenen Ärzten gesperrt. Laut ARGE beträgt die Überversorgung in Bayern mit 3.996 Ärzten fast 25 Prozent.

Angesichts dieser Zahlen bewerten es die Krankenkassen und ihre Verbände im Freistaat als „unredlich“, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vor Versorgungslücken und Ärztemangel in Bayern warne. © hil/aerzteblatt.de

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