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Ärzteschaft

KBV startet Präventions­initiative zur Krebsvorsorge

Freitag, 22. Januar 2010

Berlin – Mit einer Präventionsinitiative will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die rund 70 Millionen gesetzlich versicherten Bürger dazu bewegen, die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung stärker zu nutzen.

„Wenn über zehn Jahre lediglich annähernd jeder vierte an der Früherkennungskoloskopie teilnimmt, ist das nicht befriedigend“, erklärte KBV-Vorstand Carl-Heinz Müller. Ein patientengerechtes Einladungsverfahren soll nun dazu beitragen, das Interesse an Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zu steigern.

Dazu sollen laut KBV die Krankenkassen ihre Versicherten künftig mit patientenfreundlichen Schreiben zur Teilnahme an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen einladen und sie so stärker motivieren, die für sie kostenlosen Untersuchungen wahrzunehmen.
 

„Je früher ein Krebsleiden entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen und umso häufiger ist eine schonendere Behandlung möglich“, mahnte Müller. Diesen Vorschlag will die KBV in den Nationalen Krebsplan und den Gemeinsamen Bundesausschuss einbringen.

Weiterhin kündigte die KBV an die vertragsärztliche Qualitätssicherung für alle Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern sowie eine elektronische Dokumentation der Untersuchungsergebnisse zu etablieren.

Bislang werden die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen im unterschiedlichen Ausmaß, jedoch insgesamt noch unzureichend genutzt. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI).

© hil/aerzteblatt.de

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