Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

ADHS: Beidhändige Kinder haben häufiger Lernstörungen

Montag, 25. Januar 2010

London – Etwa ein Prozent aller Kinder sind mit rechts und links gleichermaßen geschickt. Nach den Ergebnissen einer Kohortenstudie in Pediatrics (2010; doi: 10.1542/peds.2009-1165) geht die Ambidextrie häufiger mit Lernstörungen und einem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) einher.

Eine Gruppe von Kindern des Geburtsjahrgangs 1986 aus Nordfinnland wird regelmäßig von Forschern untersucht, seit sich ihre Mutter in die Schwangerschaftsvorsorge begeben hatte. Unter den 7.871 Kindern waren auch 87, bei denen die Eltern nicht wussten, ob sie rechts- oder linkshändig sind.

Eine Folge könnte eine fehlende Dominanz einer Hirnhälfte sein, was sich bei einigen, aber wie Alina Rodriguez vom Imperial College London betont, längst nicht bei allen, als problematisch erweist.
 

Beidhändige Kinder fielen in der Grundschule durch Sprachprobleme und Lernstörungen auf. Diese waren bei den Kindern mit Ambidextrie doppelt so häufig wie bei Rechts- oder Linkshändigen. Auch bei der zweiten Untersuchung im Teenageralter (15 bis 16 Jahre) fielen die beidhändigen Kinder häufiger aus dem Rahmen.

In einem ADHS-Fragebogen wurde doppelt so häufig wie bei anderen Kindern eine ADHS-Störung entdeckt und die Symptome waren häufiger stärker ausgeprägt. Die Ergebnisse bestätigen frühere Untersuchungen, die bei beidhändigen Kindern häufiger Leseschwächen gefunden hatten.

© rme/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

10.10.17
Jüngere Schüler erhalten häufiger die Diagnose ADHS
Nottingham – Die jüngsten Kinder einer Jahrgangsstufe werden häufiger mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) diagnostiziert als ihre älteren Klassenkameraden. Dieser......
01.08.17
Medikamente gegen ADHS verringern Risiko für Alkohol- und Drogenmissbrauch
Bloomington – Medikamente, die zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) dienen, reduzieren das Risiko für Substanzmissbrauch bei Betroffenen mit dieser Störung um bis......
20.07.17
Mehr ADHS-Behandlungen bei Erwachsenen in Rheinland-Pfalz
Mainz – Die Zahl der Erwachsenen in Rheinland-Pfalz, die Medikamente wegen einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhalten, hat stark zugenommen. Das zeigen Auswertungen der AOK,......
13.06.17
Studie: ADHS-Patienten haben seltener einen Führerschein und etwas häufiger Verkehrsunfälle
Philadelphia – Jüngere Erwachsene mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) besaßen in einer US-Kohortenstudie seltener einen Führerschein und sie waren laut der Publikation in......
09.03.17
ADHS fördert unternehmerische Eigenschaften
München – Einen neuen Blick auf die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ermöglicht eine Studie des Lehrstuhls für Entrepreneurship der Technischen Universität München (TUM). Danach......
03.03.17
ADHS in Deutschland: Trends in Diagnose und Therapie
Köln – Wie gut ist es um die medizinische Versorgung von Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter bestellt? Dieser Frage widmen sich zwei Beiträge in der......
14.02.17
Niedriges Geburtsgewicht: Ein Risikofaktor für psychische und soziale Probleme
Washington – Kinder, deren Gewicht bei der Geburt unter 1.000 Gramm liegt, haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für physikalische Probleme. Auch die psychische Gesundheit leidet häufiger als bei......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige