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Medizin

Antidepressiva verzögern Laktationsbeginn nach der Geburt

Donnerstag, 28. Januar 2010

Cincinnati – Zu den Nebenwirkungen von Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) könnte eine Störung der Laktation gehören. In einer Studie im Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (2010; doi: 10.1210/jc.2009-1575) war der Milcheinschuss nach der Geburt signifikant verzögert.

In früheren Studien hatte der Physiologe Nelson Horseman von der Universität von Cincinnati entdeckt, dass das Hormon Serotonin an der Regulation der Laktation in der Milchdrüse beteiligt ist. Es lag deshalb nahe, den Einfluss von SSRI auf die Milchdrüse zu prüfen.
 

Nachdem Untersuchungen an Zellkulturen und Genmäusen eine hemmende Wirkung auf die Milchproduktion bestätigten, ließ der Forscher 431 Frauen nach der Geburt zu Störungen der Laktation befragen. Tatsächlich setzte die Laktation bei Frauen, die wegen Depressionen mit SSRI behandelt wurden signifikant später ein (85,8 vs. 69,1 Stunden).

Damit erhöhte sich auch der Anteil der Frauen mit einem verzögerten Milcheinschuss, der nach einer Latenz von 72 Stunden nach der Geburt diagnostiziert wird. Nach Einschätzung des Physiologen sind die Probleme auf die Aktivierung der Laktation begrenzt.

© rme/aerzteblatt.de

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