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Politik

Pharmafirmen warnen: Rabattverträge mindern Compliance

Donnerstag, 11. Februar 2010

Berlin – Probleme bei der Compliance und eine Beeinträchtigung des Therapieerfolgs befürchtet der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) wegen der Rabattverträge. Er beruft sich dabei auf eine im eigenen Auftrag erstellte Studie des Marktforschungsinstitut IMS Health.

Die ersten Ergebnisse der Studie hat der BAH-Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann am Mittwoch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) vorgestellt. Bei den drei analysierten Arzneimittelgruppen – Lipidsenkern, Antidepressiva und Insulinen – waren laut Studie signifikante Veränderungen im Hinblick auf die Compliance und die Verträglichkeit der Präparate nach einem Verordnungswechsel zu beobachten.

Dies hatte negativen Einfluss auf die Entwicklung bestimmter medizinisch relevanter Parameter, wie den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel. „Diese alarmierenden Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Rabattverträge nicht nur aus ökonomischer Sicht sondern auch aus medizinischer Sicht bedenkliche Nebenwirkungen haben“, hieß es aus dem BAH.

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© hil/aerzteblatt.de

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rostm
am Samstag, 13. Februar 2010, 17:24

Braucht's da eine Studie?

... oder reicht nicht einfach nur gesunder Menschenverstand, der ja offensichtlich in den Führungszirkeln unserer Gesellschaft komplett abhanden gekommen zu sein scheint. Natürlich kann da jeder den Überblick verlieren, wenn er aus Rabattgründen alle paar Monate die Pillen wechseln muss. Und im Krankenhaus gibts dann nochmal andere Medikamente, die ja dann keinesfalls ambulant so weitergeführt werden können... Dass auch die Pharmakokinetik bei wirkstoffgleichen Präparaten und erstrecht die Wirkung bei wirkstoffäquivalenten Präparaten voneinander abweichen kann, liegt doch auch auf der Hand. Omeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol unterscheiden sich eben doch voneinander, beispielsweise.
LNS

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