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Homöopathen weisen Placebo-Vorwürfe zurück

Donnerstag, 25. Februar 2010

Berlin – Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) weist den Placebo-Vorwurf britischer Politiker gegenüber der Homöopathie entschieden zurück. Ein Ausschuss des britischen Unterhauses hatte gefordert, homöopathische Medikamente nur noch zu erstatten, wenn die Wirksamkeit in randomisierten klinischen Studien belegt sei.

DZVhÄ-Vorsitzender Curt Kösters hält es zwar für „ein ehrenwertes Unterfangen, wenn das Parlament nichts mehr bezahlen will, was nicht evidenzbasiert ist“. Allerdings müsse dann die „konventionelle Medizin weitestgehend abgeschafft werden“, verweist Kösters beispielhaft auf die „unsichere Datenlage“ bei Grippeimpfungen, in der Chirurgie, der Psychotherapie sowie bei der Behandlung multimorbider Patienten.
 

„Belegt durch Doppelblindstudien ist immer nur der Idealfall einer Monotherapie, für die real existierende Polypharmakotherapie gibt es nur eine sehr geringe Evidenz“, so Kösters. Die Homöopathie sei eine Arzneitherapie, in der immer nur ein Wirkstoff zum Einsatz komme. Dafür gebe es eine Evidenz in Form von Studien.

Zudem verweist der DZVhÄ, dass der HTA-Bericht (Health Technology Assessment) der Schweizer Regierung zur Homöopathie von 2006 zu einem völlig anderen Ergebnis komme als die britische Untersuchung: Er bescheinige homöopathischen Arzneimitteln sowohl Wirksamkeit als auch Sicherheit.

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© hil/aerzteblatt.de

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