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Ärzteschaft

Sachsen-Anhalt droht ein Hausärztemangel

Mittwoch, 3. März 2010

Magdeburg – Die Landesärztekammer Sachsen-Anhalt hat erneut auf den drohenden Hausärztemangel im Land sowie die große Bedeutung der Weiterbildungsförderung des allgemeinmedizinischen Nachwuchses hingewiesen.

So können laut Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt derzeit nur etwa 65 Prozent der freien Hausarztstellen wieder neu besetzt werden. „Wenn man bedenkt, dass laut Bedarfsplanung der KV 243 Hausärzte im Land fehlen und bereits heute 23,61 Prozent der Ärzte über 60 Jahre alt sind, zeigt das, wie wichtig es ist, die allgemeinmedizinische Weiterbildung zu fördern“, betont Rüdiger Schöning, Geschäftsführer der Ärztekammer.

Die Kammer hoffe, dass sich durch die besseren finanziellen Voraussetzungen im ambulanten Teil der Weiterbildung deutlich mehr Medizinabsolventen und in anderen Bereichen tätige Ärzte dazu entschließen, diese Facharztrichtung zu wählen. Gleichzeitig sollen ab Mitte des Jahres zahlreiche Koordinierungsstellen den hausärztlichen Nachwuchs über Weiterbildungsinhalte und -abschnitte informieren. Zusätzlich wird es eine Evaluation der Fördermaßnahmen geben.

„Was nunmehr auf Bundesebene umgesetzt werden soll, gibt es in Sachsen-Anhalt in weiten Teilen bereits seit 2008“, erklärt Schöning. Denn KV, Landesärztekammer, Hausärzteverband und Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt arbeiteten hier in der Koordinierungsstelle für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin konstruktiv zusammen. © hil/aerzteblatt.de

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