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Internisten warnen vor Verlust an Muskelmasse im Alter

Mittwoch, 3. März 2010

Wiesbaden – Die Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) warnt davor, den altersbedingten Verlust an Muskelmasse zu verharmlosen. „Die Sarkopenie gehört eindeutig zu den unterschätzten Gesundheitsrisiken im Alter“, betont Jürgen Schölmerich von der Universität Regensburg im Vorfeld des diesjährigen DGIM-Kongresses.

Auch gesunde Menschen verlören im fortgeschrittenen Alter an Muskelmasse: „Bis zum 80. Lebensjahr gehen etwa 30 Prozent verloren“, verweist Kongresspräsident Schölmerich. Da dies meist unbemerkt ablaufe, werde eine Sarkopenie häufig jedoch erst nach schweren Stürzen diagnostiziert.

Tatsächlich sei die Muskelschwäche die häufigste Ursache für Stürze im Alter und häufig auch an den Sturzrisiken Nummer zwei und drei beteiligt, den Störungen von Gang und Gleichgewicht. Häufige Folgen seien dann lange Kranken­haus­auf­enthalte. Schließlich führten Komplikationen wie Thrombosen oder Lungenentzündungen häufig zum Tod.

Dabei ist eine Sarkopenie laut DGIM aber kein unvermeidbares Schicksal. „Muskelkraft und Beweglichkeit lassen sich auch im Alter durch Sport steigern“, erläutert Reto Kressig, Chefarzt für Geriatrie an der Universität Basel. Er rät allen älteren Menschen, sich regelmäßig körperlich zu betätigen und gesund zu ernähren. © hil/aerzteblatt.de

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