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Neues Diagnoseverfahren für Gelenkschäden

Donnerstag, 1. April 2010

Jena – Mediziner am Universitätsklinikum Jena (UKJ) haben ein neues Verfahren zur Diagnose von Gelenkschäden entwickelt. In einer aktuell veröffentlichen Studie wiesen die Jenaer Wissenschaftler nach, dass sich mit der neuen Methode Gelenkschäden im Vergleich zu anderen Verfahren wie Röntgen und Arthroskopie wesentlich früher erkennen lassen.

„Bisher konnten die durch Arthrose verursachten Gelenkschäden erst zu einem Zeitpunkt erkannt werden, bei dem der Abbau und die Veränderungen des Knorpelgewebes bereits weit fortgeschritten waren“, Gunther Hofmann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKJ. Es sei mit den bislang eingesetzten Verfahren nicht faktisch nicht möglich, gesundes Knorpelgewebe von den ersten Stadien einer Arthrose zu unterscheiden.

Dies aber sei wichtig für den Einsatz geeigneter Präventions- und Therapiemaßnahmen, die die Gelenkveränderungen so zu einem frühen Zeitpunkt stoppen und eine dauerhafte Schädigung verhindern könnten.

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Deshalb haben die Jenaer Mediziner das für die Arthroskopie verwendete Endoskop um ein Instrument für Infrarotnahe Spektroskopie (NIRS) ergänzt. Dadurch können sie Messdaten zur molekularbiologischen Beschaffenheit des Knorpels gewinnen.

 „Durch den Einsatz von NIRS haben wir bei den untersuchten Patienten Anfangsstadien der Arthrose erkennen können, die mit anderen Methoden unerkannt geblieben sind“, so Hofmann. Das neue Verfahren bringe zudem für den Patienten keine Belastungen mit sich und verlängere die Dauer einer Arthroskopie nur um durchschnittlich vier Minuten. © hil/aerzteblatt.de

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