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Medizin

Männer mit niedrigem Testosteronspiegel sterben früher

Mittwoch, 14. April 2010

Greifswald – Männer mit einer niedrigen Testosteronkonzentration sterben häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen als Männer mit einer physiologischen Konzentration dieses Sexualhormons. Zu diesen Ergebnissen kamen Forscher um Henri Wallaschofski von der Universität Greifswald in der Zeitschrift European Heart Journal (doi:10.1093/eurheartj/ehq009).

Testosteron ist als wichtigstes männliches Sexualhormon für viele körperliche und psychische Vorgänge beim Mann verantwortlich. Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen Hormon- und Stoffwechselerkrankungen.

Dazu dienten ihnen die Untersuchungsdaten von etwa 2.000 männlichen Probanden. Mit diesen Daten konnten die Forscher belegen, dass eine erniedrigte Testosteronkonzentration häufig mit Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen und einer Leberverfettung zusammenhängt.

Außerdem zeigte sich, dass ein niedriger Testosteronspiegel für die Entstehung von Bluthochdruck und Diabetes Mellitus mitverantwortlich ist. „Diese hormonbedingten Stoffwechselstörungen sind bei Männern mit einem frühen Tod verknüpft“, erklärte Wallaschofski.

Nach dem Angleichen weiterer Risikofaktoren wie beispielsweise Bauchumfang und Rauchen, erhöhte sich die Sterberate der Studienteilnehmer mit einem Testosteronspiegel unter 8,7nmol/l signifikant (HR 2.32; 95% CI 1.38–3.89).

Aufgrund ihrer Ergebnisse sind die Forscher der Ansicht, es sei notwendig, den Testosteron-Spiegel in das allgemeine Gesundheitsscreening zu integrieren. © rme/aerzteblatt.de

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