NewsPolitikG-BA will sich weiterentwickeln
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

G-BA will sich weiterentwickeln

Donnerstag, 15. April 2010

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat ein Pilotprojekt gestartet, mit dem er eine höhere Versorgungsorientierung der eigenen Arbeit prüfen will. „Bis jetzt bearbeiten wir stets einzelne Anträge zu bestimmten Themen. Wir wollen nun untersuchen, ob wir durch ein weniger sektoral begrenztes Vorgehen bessere Synergien erbringen können“, sagte der Vorsitzende des G-BA, Rainer Hess, heute in Berlin vor Journalisten.

Bis zum Ende des Jahres wollen sich die Ausschüsse des G-BA mit dem Krankheitsbild Depression befassen. „Wir haben bewusst ein komplexes Krankheitsbild gewählt, um über das Thema eines einzelnen Antrages hinauszugehen“, erklärte Hess.

„Wir wollen herausfinden, inwieweit man durch ein solches Herangehen die Versorgung besser koordinieren kann und inwieweit das mit der Arbeit des G-BA vereinbar ist - und welcher Aufwand dahinter steht.“ Bei diesem Projekt handle es sich um ein Konzept zur Weiterentwicklung des G-BA. 

Zudem hat der G-BA heute seine Richtlinie zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) der geänderten Rechtslage angepasst. Unter anderem ist SAPV nun auch dann über die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung abrechenbar, wenn sie nicht im Haushalt des Betroffenen stattfindet. Darüber hinaus können Ärzte SAPV in stationären Hospizen erbringen, wenn die vorhandene vertragsärztliche Versorgung nicht ausreichend ist. 

Hess äußerte sich auch zu den Eckpunkten zur Arzneimittelversorgung, die Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) Ende März vorgelegt hatte. Darin heißt es, der G-BA solle innerhalb von höchstens drei Monaten eine Nutzenbewertung für neue innovative Arzneimittel auf der Grundlage eines Dossiers veranlassen, das er von den Pharmafirmen erhalten soll.

„Wir können eine solche Schnellbewertung in drei Monaten vornehmen“, erklärte der G-BA-Vorsitzende. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Hersteller dem G-BA rechtzeitig die benötigten Unterlagen lieferten. „Wenn wir die Unterlagen nicht rechtzeitig erhalten, muss klar sein, dass es das Problem der Hersteller ist und nicht unseres“, erklärte Hess.

© fos/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. September 2019
Berlin – Die Tagesordnung ist lang, das Programm gewichtig und die Themen brisant: Die monatliche öffentliche Plenumssitzung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) am morgigen Donnerstag verspricht
G-BA vor wegweisenden Entscheidungen
21. Juni 2019
Berlin – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) will die Bewertung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) neu regeln. Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) sieht das
Ärzte kritisieren Eingriff des Ministeriums in die Methodenbewertung
20. Juni 2019
Berlin – Der GKV-Spitzenverband hat heute vor der geplanten Aushöhlung des Methodenbewertungsverfahrens im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) gewarnt. Hintergrund ist die Expertenanhörung des
Krankenkassen warnen vor Aushöhlung der Methodenbewertung
24. Mai 2019
Berlin – In der Diskussion um eine mögliche Beschleunigung bei der Methodenbewertungen hat der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA), Josef Hecken, angedeutet, einen
Hecken wirbt für Kompromiss bei Methodenprüfungen
3. Mai 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) soll seine öffentlichen Sitzungen künftig live im Internet übertragen. Das geht aus einem Gesetzentwurf für eine Reform des Medizinischen Dienstes der
Spahn will G-BA zu mehr Transparenz zwingen
17. April 2019
Bonn – Die Grünen haben sich für die Einführung eines digitalen Impfpasses ausgesprochen. Vor allem bei den Erwachsenen zwischen 30 und 50 Jahren sei die Zahl der Geimpften zu gering, sagte die
Grüne wollen digitalen Impfpass
12. April 2019
Berlin – Die Betriebskrankenkassen (BKKen) haben einen Vorschlag vorgelegt, wie digitale Untersuchungs- und Behandlungsmethoden schneller die Methodenbewertung im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA)
VG WortLNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER