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Ausland

15.000 Belgier haben eine Patientenverfügung

Freitag, 16. April 2010

Brüssel – Mehr als 15.000 Belgier haben eine Patientenverfügung für eine mögliche spätere Sterbehilfe unterzeichnet. Diese Zahl nannte die belgische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Laurette Onkelinx laut Brüsseler Medienberichten vom Freitag in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage.

Mit den im Herbst 2008 geschaffenen Verfügungen können Belgier vorab bei den Gemeinden hinterlegen, dass sie aktive Sterbehilfe wünschen, wenn sie ihren Willen etwa wegen eines irreversiblen Komas nicht mehr äußern können.

Jede Woche machten zwischen 200 und 250 Belgier von der Möglichkeit Gebrauch, so Onkelinx. Die Zahlen seien seit Einführung der Patientenverfügungen relativ stabil. In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit 2002 unter bestimmten Bedingungen zulässig. 2008 wurden der Kontrollkommission 705 Fälle gemeldet, Experten gehen aber davon aus, dass nicht alle Ärzte ihrer Meldepflicht nachkommen. © kna/aerzteblatt.de

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