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Ärzteschaft

Studien bescheinigen ambulanten Eingriffen hohe Qualität und geringe Kosten

Montag, 19. April 2010

Berlin – Patienten sind mit der Qualität von ambulanten Operationen in Deutschland sehr zufrieden. Das ergab eine aktuelle Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) in Kooperation mit der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO).

Danach bewerteten 97,5 Prozent der Patienten den ambulanten Eingriff mit „sehr gut“ oder „gut“, 95,5 Prozent der Befragten würden sich, falls notwendig, wieder einer ambulanten Operation unterziehen.

Zudem hatten 94,9 Prozent der Patienten das Gefühl, nach dem Eingriff zuhause ausreichend betreut zu sein. „Dies zeigt eines ganz deutlich: Die niedergelassenen Operateure und Anästhesisten bieten eine hohe Qualität", unterstreicht KVB-Vorstandschef Axel Munte.

Gleichzeitig könnten ambulante Eingriffe Kosten reduzieren. Der Bayreuther Gesundheitsökonom Peter Oberender attestiert ihnen in einem Gutachten ein Einsparpotenzial von jährlich bis zu 515 Millionen Euro. Das Gutachten vergleicht die Kosten von 25 häufigen ambulanten Operationen aller Fachgebiete für den ambulanten und den stationären Sektor.

„Allein bei Meniskusoperationen lassen sich durch die konsequente Verlagerung stationärer Eingriffe in den ambulanten Bereich jährlich 5,3 bis 38,9 Millionen Euro einsparen", verdeutlicht BAO-Präsident Axel Neumann. Während derartige Eingriffe in anderen europäischen Ländern zu durchschnittlich 90 Prozent ambulant erbracht würden, liege die Quote in Deutschland derzeit nur bei 32,5 Prozent.

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„Die Studie der KVB und der LMU sowie das Gutachten belegen eindrucksvoll, dass das ambulante Operieren zwei wesentliche Vorteile hat: Es ist meist kostengünstiger und garantiert höchste Qualität“, resummiert KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Köhler.

Mit einer Patienten- und einer Fachbroschüre wollen KBV und KVB die Vorteile ambulanter Operationen deshalb stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. „In Zeiten knapper Kassen muss es in unser aller Interesse sein, mit den Ressourcen schonend umzugehen“, appelliert KVB-Chef Munte an Politik und Krankenkassen, das ambulante Operieren stärker zu fördern. © hil/aerzteblatt.de

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