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Politik

Krankenstand im ersten Quartal 2010 gestiegen

Montag, 26. April 2010

Berlin – Der Krankenstand in den deutschen Betrieben ist einem Medienbericht zufolge im ersten Quartal dieses Jahres gestiegen. Die Arbeitnehmer in Deutschland fehlten in den ersten drei Monaten dieses Jahres aus Krankheitsgründen 3,66 Prozent der Sollarbeitszeit - das sind zwölf Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (2009: 3,26 Prozent der Sollarbeitszeit), wie die Tageszeitung „Die Welt“ vom Montag unter Berufung auf das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium berichtet.

Die Fehlquote entspreche 2,1 Arbeitstagen. Frauen fehlten laut der neuen BMG-Statistik in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit 3,85 Prozent der Sollarbeitszeit häufiger als Männer (3,49 Prozent). Dies entspreche der Entwicklung der vergangenen Jahre.

Die BMG-Statistik erfasst die Krankenstände aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer. Arbeitsmarktexperten machen für den Anstieg der Krankenstände im ersten Quartal des laufenden Jahres neben saisonalen Einflüssen auch eine leicht verbesserte konjunkturelle Situation verantwortlich. In Krisenzeiten nehmen die Fehlquoten nach Ansicht der Experten dagegen tendenziell ab, weil viele Arbeitnehmer fürchten, im Krankheitsfall den Job zu gefährden. © ddp/aerzteblatt.de

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lapisgaudii
am Montag, 26. April 2010, 14:23

Nur Statistik-Artefakt

Leider hat die Quelle - hier wohl Die Welt - nicht die Feinheiten der amtlichen KM1-Statistik beachtet:
1. Die KM1 beruht nur auf den AU-Bescheinigungen, die den gesetzlichen Krankenkassen vorgelegt werden.
2. In der KM1 wird der Krankenstand am Ersten des Monats immer als repräsentativ für den gesamten Monat angenommen.
3. Der 1. Januar ist als Feiertag immer ein arbeitsfreier Tag.
4. Der 1. Februar und der 1. März waren in 2009 Sonntage, in 2010 aber Montage.
5. Für arbeitsfreie Tage holt sich ein nicht ganz unbeträchtlicher Teil der Arbeitsunfähigen keine AU-Bescheinigung. Auf arbeitsfreie Tage entfällt daher scheinbar ein ca. 20% niedrigerer Krankenstand.
6. Durch diese Stichtagsregelung wird also ein Anstieg des Krankenstandes nur vorgegaukelt. Es handelt sich lediglich um das zu erwartende Ergebnis einer systematischen Verzerrung der Messung bei vermutlich tatsächlich ähnlich hohem Krankenstand.
LNS

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