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Ärzteschaft

Hoppe begrüßt Debatte zum Ärztemangel

Montag, 26. April 2010

Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) begrüßt, dass die Politik den Ärztemangel verstärkt thematisiert. Zuletzt hatte die FDP bei ihrem Parteitag betont, sie wolle sich dazu für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stark machen und Bürokratie zurückfahren.

Besonders angesichts der fortschreitenden Feminisierung der Medizin gelte es neue Rahmenbedingungen zu definieren, so die BÄK. Laut aktuellen Daten zur Arztzahlentwicklung waren im vergangenen Jahr 58,1 Prozent aller neu gemeldeten Ärzte Frauen.

„Arbeitszeitverkürzung und der zunehmende Anteil von Ärztinnen bedingen, dass das Arbeitsvolumen auf mehrere Köpfe verteilt werden muss“, so BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe. Da aber zugleich die Arbeitslast steige, seien Ärzte zunehmend überlastet und demotiviert.
 

Gleichzeitig warnte der BÄK-Präsident vor der umgekehrten Alterspyramide in der Ärzteschaft. So sei bei den niedergelassenen Ärzten der Anteil der unter 40-Jährigen inzwischen auf 4,5 Prozent gesunken, während der Anteil der über 60-Jährigen bereits über ein Fünftel betrage.

Vor diesem Hintergrund begrüßte Hoppe politische Initiativen, die den Arztberuf für Berufseinsteiger wieder attraktiver machen wollen. „Die Rahmenbedingungen müssen endlich so gestaltet werden, dass Ärzte in der Betreuung und Behandlung von Patienten wieder ihre Berufung finden“, forderte der BÄK-Präsident.

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© hil/aerzteblatt.de

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