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Ärzteschaft

Überlastung der Klinik-Ärzte beeinträchtigt Patientenversorgung

Freitag, 30. April 2010

Berlin – Die Streikbereitschaft der Ärzte an den kommunalen Kliniken ist hoch. Dies habe ein Treffen von Ärztesprechern aus Krankenhäusern im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) mit Spitzenvertretern des Marburger Bundes (MB) gezeigt, berichtet die Ärztegewerkschaft. „Die Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern arbeiten am Anschlag“, sei der einhellige Tenor des Treffens gewesen.

Dabei belaste die Unterbesetzung auf den Stationen nicht nur die vorhandenen Ärzte, sondern beeinträchtige zunehmend auch die Patientenversorgung. „Die bedarfsgerechte, zuwendungsorientierte Versorgung bleibt auf der Strecke, wenn sich die Arbeitsbedingungen nicht entscheidend ändern“, so die Ärztesprecher.
 

Der Marburger Bund verweist in seiner Pressemeldung auch auf eine aktuelle Studie der Förderinitiative Versorgungsforschung der Bundesärztekammer, über die das Deutsche Ärzteblatt in Heft 16/2010 berichtet hatte. Demnach halten knapp 95 Prozent der befragten ärztlichen Direktoren das von den Ärzten verlangte Arbeitstempo für sehr hoch. Etwa 90 Prozent der ärztlichen Direktoren geben zudem an, dass Ärzte sehr oft unter Zeitdruck stünden. Mehr als 65 Prozent sind der Meinung, dass die ärztliche Tätigkeit mit großen körperlichen Anstrengungen verbunden sei.

Auch der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters, hat vor wenigen Wochen auf dem Frühlingsempfang der DKG im Beisein des Bundesgesundheitsministers die hohe Arbeitsbelastung des Krankenhauspersonals ins öffentliche Bewusstsein gerückt: „Mehr Last geht nicht!“, sagte er.

© hil/aerzteblatt.de

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