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Vermischtes

Ambulante OPs: Nach medizinischen Kriterien entscheiden

Dienstag, 4. Mai 2010

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hat sich für einen sinnvollen Einsatz ambulanter Operationen ausgesprochen. Bei jedem einzelnen Patienten sei genau abzuwägen und nach rein medizinischen, nicht aber finanziellen Kriterien zu entscheiden, ob er in einer Klinik oder einer Praxis operiert wird, so die DGCH.

Damit reagiert die Gesellschaft auf den Streit um eine Studie zu ambulanten Operationen zwischen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) einerseits und dem Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) und dem Deutschen Facharztverband (DFV) andererseits.

Laut der Untersuchung „Ökonomische Betrachtung des ambulanten Operierens“ ließen sich durch ambulante Eingriffe jährlich dreistellige Millionenbeträge einsparen. „Die entscheidende Frage beim ambulanten Operieren ist nicht, welcher Eingriff ambulant durchführbar, sondern welcher Patient dafür geeignet ist“, sagte Hartwig Bauer, Generalssekretär der DGCH.

Außer Zweifel stehe deren Potenzial, Kosten zu senken. „Ob die Einsparungen jährlich dreistellige Millionenbeträge erreichen, bleibt allerdings fraglich“, so Bauer.

Zudem sieht die DGCH eine große Herausforderung darin, ambulant tätige Chirurgen im Rahmen ihrer Weiterbildung ausreichend zu qualifizieren. „Es gilt alles daranzusetzen, Weiterbildung nicht wie bisher ausschließlich an Kliniken anzubieten, sondern sie auch in Praxen zu ermöglichen“, fordert Bauer.

Unter den derzeitigen Vergütungsformen sei dieses drängende Problem aber nicht lösbar. „Ein denkbarer Weg für die Chirurgie in der Praxis wäre ein Konzept vergleichbar mit der Pauschalförderung in der Allgemeinmedizin“, so der Generalsekretär. © hil/aerzteblatt.de

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Todaro
am Mittwoch, 5. Mai 2010, 21:48

Konträre Interessen behindern ambulantes Operieren

Die derzeitigen Honorare machen ambulante OP´s weitestgehend uninteressant. Eine grundlegende Reform der Vergütung ist überfällig. Dabei ist jedoch der nachvollziehbare Interessenskonflikt mit den stationären Einrichtungen zu berücksichtigen. Letztlich geht es um Arbeitsplätze und Gewinne. ca 80 % aller Kliniken werden bis 2020 in privater Hand sein mit eindeutigen wirtschaftlichen Zielen. Die Gesundheitsreform hat in diesem Punkt keine schlüssigen Konzepte anzubieten.

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