NewsMedizinRaucher­entwöhnung auch bei Schizo­phrenie-Patienten möglich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Raucher­entwöhnung auch bei Schizo­phrenie-Patienten möglich

Mittwoch, 2. Juni 2010

York – Eine Raucherentwöhnung ist auch bei schwer psychisch Erkrankten möglich und erfolgreich, wie eine Studie im Journal Addiction (doi:10.1111/j.1360-0443.2010.02946.x) berichtet. Offenbar unterlassen viele Ärzte solche Behandlungen aus Furcht vor einer Verschlechterung der psychischen Verfassung.

Eine mögliche Entwöhnung sei jedoch aufgrund des erhöhten Risikos für durch Rauchen bedingte Folgeerkrankungen von großer Bedeutung, so die Autoren unter der Leitung von Erstautorin Lindsay Banham.

Die Wissenschafter der Hull York Medical School von der Universität in York analysierten Kohortenstudien zur Raucherentwöhnung und fanden acht Forschungsarbeiten zu pharmakologischen beziehungsweise psychologischen Behandlungen.

Bei den meisten zeigte sich ein moderater Erfolg der Interventionen, bei einigen sogar mit signifikanten Unterschieden vor und nach der Behandlung. Sie beobachteten unter anderem, dass Patienten mit Schizophrenie besonders gut auf die Therapie ansprachen.

Anzeige

Raucherbehandlungen sind laut dieser Untersuchung sicher und effektiv, sodass die Wissenschaftler nun hoffen, dass ihre Ergebnisse Einfluss auf die Betreuung psychisch schwer erkrankter Patienten nehmen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. Oktober 2020
Hannover – Der Missbrauch von Alkohol und Tabak steigt laut der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Deutschland seit Jahren. Die Coronakrise hat diesen Anstieg gemäß einer aktuellen Umfrage im Auftrag
Coronapandemie verstärkt laut Umfrage Missbrauch von Alkohol und Tabak
20. Oktober 2020
Seattle – Das Smartphone kann Raucher bei der Entwöhnung unterstützen. In einer randomisierten Studie, die 2 Apps mit unterschiedlichen Ansätzen verglich, schafften es nach der Publikation in JAMA
Apps helfen beim Rauchstop
16. Oktober 2020
Berlin − Nikotinhaltige E-Zigaretten könnten etwas mehr Menschen helfen, für mindestens ein halbes Jahr das Rauchen von Tabakzigaretten aufzugeben als andere Nikotinersatzprodukte oder
Cochranestudie: E-Zigaretten bei Entwöhnung erfolgreicher als anderer Nikotinersatz
13. Oktober 2020
Palo Alto – Die erhöhte Anfälligkeit für Psychosen, unter denen Menschen mit dem Mikrodeletionssyndrom 22q11 leiden, könnte auf das Fehlen eines Gens zurückzuführen sein, das normalerweise eine
Warum eine Genmutation das Risiko auf eine Schizophrenie erhöht
7. Oktober 2020
Paris – Kinder könnten einer französischen Studie zufolge auch dann noch Schaden nehmen, wenn ihre Mütter vor der Schwangerschaft aufgehört haben zu rauchen. Veränderte Methylierungsprofile im Genom
Studie: Auch Ex-Raucherinnen könnten ihr Baby schädigen
1. Oktober 2020
Helsinki – Tabakrauchen ist vermutlich eine wichtige Ursache von Subarachnoidalblutungen, die in den meisten Fällen auf die Ruptur eines intrakraniellen Aneurysmas zurückzuführen sind. Dies ergab die
Studie: Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor von Subarachnoidalblutungen
28. September 2020
Genf – Deutschland hat im Kampf gegen das Rauchen nach Überzeugung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) immer noch Nachholbedarf. Die WHO lobt die neuen Maßnahmen gegen Tabakwerbung zwar, sie könnten
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER