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Ärzteschaft

5.000 Ärzte demonstrieren in Frankfurt – Marburger Bund zu Verhandlungen bereit

Montag, 7. Juni 2010

Frankfurt – Im Tarifkonflikt zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat sich die Ärztegewerkschaft zu neuen Gesprächen bereit erklärt. Zwar gebe es nach wie vor kein Angebot der Arbeitgeber, doch habe die VKA Signale ausgesendet, die eine Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen rechtfertigten, sagte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke heute vor 5.000 Demonstranten in Frankfurt/Main.

Der MB habe daher beschlossen, das Angebot der VKA zu Tarifverhandlungen anzunehmen. „Solange aber kein vertretbarer Kompromiss auf dem Tisch liegt, werden die Ärztestreiks an den kommunalen Krankenhäusern fortgesetzt“, stelle Henke klar. Bislang hatte die Gewerkschaft Gespräche abgelehnt, solange die Arbeitgeber nicht ein neues Angebot vorlegten.
Henke betonte auf der Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg, dass der MB nach wie vor ein Angebot der Arbeitgeber erwarte, das den besonderen Arbeitsbedingungen im Ärztlichen Dienst gerecht wird. „Wenn sich die Arbeitgeber jetzt nicht bewegen, tragen sie die Verantwortung dafür, dass sich die Verhältnisse in den kommunalen Krankenhäusern weiter verschlechtern“, warnte Henke. Er kritisierte erneut die Bezahlung von Nachtarbeit im Volldienst, die mit einem Nachtzuschlag von 1,28 Euro in der Stunde vergütet werde.

„Die VKA hat immer wieder darauf hingewiesen, dass der Tarifkonflikt nur am Verhandlungstisch gelöst werden kann. […]Vorfestlegung für die Tarifverhandlungen hat es nicht gegeben“, sagte der Verhandlungsführer der VKA, Joachim Finklenburg. Die Arbeitgeber hatten am 8. April einen Vorschlag für einen Tarifabschluss vorgelegt. Danach soll die Bezahlung des Bereitschaftsdienstes laut VKA um 16 bis 24 Prozent steigen, zusätzlich zu den vorgeschlagenen linearen Gehaltssteigerungen von 2,9 Prozent für 33 Monate. © hil/aerzteblatt.de

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