NewsÄrzteschaftÄrzte können gegen ambulante Behandlungen in Kliniken klagen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärzte können gegen ambulante Behandlungen in Kliniken klagen

Donnerstag, 24. Juni 2010

Hannover – Niedergelassene Ärzte können gegen die Zulassung von Krankenhäusern für die ambulante Versorgung von Versicherten klagen. Das hat das Sächsische Landessozialgericht jetzt entschieden (Az: L 1 KR 94/10b B ER).

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) begrüßte das Urteil. „Die Öffnung der Krankenhäuser für ambulante Behandlungen ist nur bei wenigen seltenen Erkrankungen dazu geeignet, die Versorgungssituation der Patienten tatsächlich zu verbessern“, betonte KVN-Vorstandsvorsitzender Eberhard Gramsch. In der Regel könnten ambulante Fachärzte auch in hoch spezialisierten Bereichen die Versorgung der Patienten durchaus gewährleisten.

Hintergrund: Seit 2007 ermöglicht der Paragraf 116 b des Sozialgesetzbuches (SGB V) Krankenhäusern unter bestimmten Bedingungen, Patienten ambulant zu behandeln und schafft damit für die niedergelassenen Ärzte zusätzliche Konkurrenz. So habe das niedersächsische Sozialministerium bereits 48 Genehmigungen für die Behandlung seltener Erkrankungen an Krankenhäuser erteilt.

„Diese Genehmigungen werden auch in den Regionen des Landes erteilt, in denen hierfür keinerlei Bedarf besteht“, kritisierte Gramsch. Dank der Entscheidung der sächsischen Richter ständen Vertragsärzte den behördlichen Entscheidungen nicht länger wehrlos gegenüber. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. September 2020
Berlin – Für die Behandlung der rund 32.000 Kindern mit Diabetes mellitus in Deutschland stehen heute modernste Therapien und Technologien zur Verfügung. Dennoch beobachten Experten eine zunehmende
Qualifizierte Versorgung von Kindern mit Diabetes zunehmend gefährdet
30. Juli 2020
Bonn – Bei Schlaganfall, Herzinfarkt oder schweren Verletzungen entscheiden über den Behandlungserfolg der Patienten oft Minuten. Entsprechend wichtig ist es, dass spezialisierte
Regionale Versorgungsdefizite bei Erreichbarkeit von Spezialkliniken
17. Juli 2020
Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die chronisch entzündliche Darm­er­krank­ungen (CED) in den Katalog der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) aufgenommen. Den Antrag dazu
Chronisch entzündliche Darm­er­krank­ungen in ASV-Katalog aufgenommen
25. Juni 2020
Berlin – Nach den ersten Monaten der Pandemie beginnt unter vielen gesundheitspolitischen Experten eine Debatte über die Lehren für die künftige Versorgung in Deutschland. Dabei müsse die ambulante
Rüddel: „Die ambulante Versorgung ist die Stütze des Systems“
19. Juni 2020
Schwerin – Die Enquetekommission des Landtags zur Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hat gestern die Arbeit aufgenommen. Sie wird von dem SPD-Abgeordneten Jörg Heydorn
Enquetekommission zur ärztlichen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern gestartet
18. Juni 2020
Köln – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat vor nicht gelösten Problemfeldern bei der gesundheitlichen Versorgung von Kindern und Jugendlichen gewarnt. Demnach ist die Zahl der
Kinder- und Jugendärzte warnen vor Kapazitätsengpässen
12. Juni 2020
Berlin – Der Einsatz der Praxen bei der Bewältigung der Coronakrise werde nicht genug anerkannt, obwohl diese als maßgebliche Leistungsträger gewirkt hätten. Das ist der Tenor der Aussprache im Rahmen
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER