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Hamburger Ärzte fühlen sich von der Politik betrogen

Montag, 28. Juni 2010

Hamburg – Die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) übt scharfe Kritik an der Honorarreform, die sich als „Täuschungsmanöver“ erwiesen habe „Vor der Bundestagswahl hat uns die Regierung die Abschaffung des Honorarbudgets und eine Gebührenordnung mit kalkulierbarem Honorar versprochen“, sagte Michael Späth, Vorsitzender der Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der KVH. Übriggeblieben sei nun ein Budget, das nur 80 Prozent der tatsächlich erbrachten Leistungen abdecke.

Laut KVH wurde das Morbiditätsrisiko im Zuge der Sparmaßnahmen wieder den Ärzten zugeschoben. „Sie sollen damit eine Verantwortung übernehmen, für die sie einfach nicht zuständig sind“, so Späth. Das sei „politischen Betrug“ an der Ärzteschaft.

Die Politik habe die Zeit zurückgedreht und auf dem Topf für das Gesamthonorar sitze wieder ein fester Budgetdeckel. „Damit gibt die Kassenseite doch offen zu, dass die Ärzteschaft auch über die Selektivverträge nicht mehr Geld erhalten wird“, so Späth. Was der eine Arzt zugeschoben bekomme, fehle einem anderen.

Ein Wechsel innerhalb des GKV-Systems ins privatwirtschaftliche System von Selektivverträgen sei Späth zufolge allerdings der falsche Weg. „Da bleibt nur der direkte Behandlungsvertrag zwischen dem Patienten und seinem behandelnden Arzt mit Kostenerstattung“, forderte der VV-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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