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Politik

Regierung gegen Fast-Food-Verbot für Kinder

Freitag, 23. Juli 2010

Berlin – Die Bundesregierung lehnt ein Fast-Food-Verbot für Kinder ab. Dafür hatte sich am Freitag der Bundestagsabgeordnete und Arzt Erwin Lotter (FDP) in der „Bild“-Zeitung ausgesprochen. Sowohl das Ge­sund­heits­mi­nis­terium als auch das Verbraucherschutzministerium wiesen den Vorstoß zurück.

„Einen vernünftigen Lebensstil kann man nicht verordnen“, hieß es in Berlin. Lotter hatte seinen Vorstoß damit begründet, dass gegen eine Verfettung der Kinder notfalls politisch vorgegangen werden müsse: „Es sollte verhindert werden, dass insbesondere Kinder unter 16 Jahren Fast-Food-Produkte essen.“

© ddp/aerzteblatt.de

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Avatar #87250
adonis
am Montag, 26. Juli 2010, 16:39

Die Kritik ist sicher berechtigt, dass alles nicht per Gesetz regelbar ist,

allerdings meine ich schon, dass es notwendig ist, der Lebensmittelindustrie erheblich auf die Finger zu klopfen. Wie gesagt teuer verkaufte Zuckerlösungen, Gammelfleisch und anderes sollte die Politik durchaus auf den Plan rufen, damit der Verbraucher letztlich wählen kann, was er möchte. Man schaue sich aber mal die irreführende Werbung im Fernsehn an. Weder ich noch kyeymer oder Promisit glauben hoffentlich an die "Extraportion Milch" in der Kinderschokolade oder den Milkyway Riegel, der sogar in Milch schwimmt. Einfach lächerlich!!!
Avatar #95794
kzeymer
am Montag, 26. Juli 2010, 09:14

Vernünftiger Lebensstil per Verordnung

Recht haben sie in Berlin, diesmal. Immer mehr Einmischung auf die Privatsphäre, die Eigenverantwortung, die elterliche Verantwortung, etc. Bei uns hier in Spanien soll jetzt per Gesetz der Verkauf von süssen Backwaren, etc. in Schulen verboten werden. Dabei gibt's angeblich nur in 20% der SChulen überhaupt die Möglichkeit, die beliebten "chuches" zu erwerben.
Ein Hoch auf unser - hiesiges/spanisches - Erziehungssystem, das unsere Kinder zu selbstverantwortlichen Erwachsenen erzieht - durch Verbot. Und ein Hoch auf jede Regierung, die uns dumme Bürger vor allem Bösen schützen möchte.
Und überhaupt: wenn industriell gefertigte Lebensmittel so schädlich sind, müssten sie doch aus allen Regalen verschwinden, oder nicht?
Avatar #98355
promisit
am Montag, 26. Juli 2010, 08:57

Das ist doch klar..

Die Bundesregierung besteht zum größten Teil aus Lobbyisten und Kinder sind in erschreckend hoher Weise Verbraucher und Konsumenten von Fast Food und auch Zielgruppe der FF-Ketten. Fast-Food-Kinder gibt auch Fast-Food-Erwachsene bis auf wenige Ausnahmen, die irgendwann beginnen zu denken.
Ein Verbot für Kinder wäre aus ernährungsphysiologischen und soziopsychologischen Gründen absolut sinnvoll, wird aber nicht kommen. Doch wollen wir das wirklich, dass der Staat uns vorschreibt, was wir essen dürfen ?
Avatar #87250
adonis
am Sonntag, 25. Juli 2010, 10:05

„Einen vernünftigen Lebensstil kann man nicht verordnen“,

Wie wahr. Allerdings ist wohl weniger das der Grund als die Lebensmittellobby, die ihre Billigstprodukte zu Höchstpreisen an den Markt bringen will. Man kann ja einen Blick auf die sog. "Fruchtszwerge" werfen. Eigentlich ist es eine Zuckerlösung mit Farbstoff mit geringem Zusatz an Milch. ( Sicher auch ein wenig übertrieben, aber die Werbung übertreibt wesentlich mehr in die andere Richtung.)
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