NewsMedizinFastfood als ADHS-Risiko
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Fastfood als ADHS-Risiko

Montag, 2. August 2010

Perth – Kinder mit sogenannten westlichen Ernährungsgewohnheiten haben einer Kohortenstudie im Journal of Attention Disorders (2010; doi: 10.1177/1087054710365990) zufolge ein zweifach erhöhtes Risiko auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (AHDS).

Die Ende der 90er Jahre begonnene Raine Study begleitet eine Gruppe von 2.668 Kindern seit der Spätschwangerschaft ihrer Mütter. Im Alter von 14 Jahre erfragte die Ernährungswissenschaftlerin Wendy Oddy vom Telethon Institute for Child Health Research in Perth die Ernährungsgewohnheiten.

Das Ergebnis war die erwähnte signifikante Assoziation des AHDS mit einer westlichen Ernährungsweisen (Odds Ratio 2,21, 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,18-4,13). Diese sind gekennzeichnet durch eine Vorliebe für Imbiss-Ware, Süßigkeiten, frittierten Nahrungsmitteln und tiefgekühlten Fertigprodukten.

Anzeige

Diese unausgewogene Kost könnte aufgrund ihres Mangels an Omega-3-Fettsäuren und Mikronährstoffen, die beide für die Entwicklung des Gehirns benötigt werden, die AHDS-Störung begünstigen, vermutet die Forscherin.

Aber auch die den Fertigprodukten häufig zugesetzten Farb- und Geschmacksstoffe sowie die unvermeidlichen Konservierungsmittel würden von Experten mit der Erkrankung in Verbindung gebracht.
 

Wie immer in derartigen Querschnittsstudien lassen sich Ursache und Wirkung nur schwer voneinander trennen. Es ist durchaus denkbar, dass die erhöhte Impulsivität, die Kennzeichen der Erkrankung ist, eine Präferenz für schnell verfügbare und sättigende Nahrungsmittel begründe, räumt Otty ein.

© rme/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #98355
promisit
am Dienstag, 3. August 2010, 10:55

Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp´

Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp´, zu tauchen in diesen Schlund hinab... und zu beweisen, dass von Fooddesigner hergestellte Fast Food mit Geschmacksverstärker, Haltbarmacher, Konservierungsstoffen, Farbstoffen etc. miserabel ungesund sind und die nächsten Generationen schwer belasten ?
Die Food-Industrie hat ihre Lobby und je unverschämter die Gesundheitslügen sind, desto eher werden sie vom Verbraucherklientel für Fast Food geglaubt.
LNS

Nachrichten zum Thema

21. Oktober 2020
Berlin – Bis zu 50 Prozent der geriatrischen Patienten sind mangelernährt. Darauf weist die Arbeitsgruppe (AG) „Ernährung und Stoffwechsel“ der deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hin. „Um dem
Geriater fordern intensivere Maßnahmen gegen Mangelernährung
19. Oktober 2020
Phoenix/Arizona – Kaffee könnte das Fortschreiten einer Darmkrebserkrankung hinauszögern. Darauf deuten die Ergebnisse einer prospektiven Beobachtungsstudie an Patienten mit metastasiertem
Studie: Kaffee könnte Leben bei metastasiertem Darmkrebs verlängern
16. Oktober 2020
München − Die Coronapandemie wirkt sich nach Angaben von Ernährungsmedizinern negativ auf das Gewicht von Kindern vor allem aus sozial benachteiligten Familien aus. „Das Risiko von Übergewicht
Corona begünstigt Gewichtszunahme sozial schwacher Kinder
9. Oktober 2020
Berlin – Der Weg für die Einführung des neuen Logos Nutri-Score für viele Lebensmittel in Deutschland ist frei. Der Bundesrat stimmte heute einer Verordnung zu, die den rechtlichen Rahmen für eine
Weg frei für neues Nährwertlogo Nutri-Score
9. Oktober 2020
Oslo – Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP). Das gab das norwegische Nobelkomitee heute in Oslo bekannt. Die UN-Organisation werde damit
UN-Welternährungsprogramm erhält Friedensnobelpreis
9. Oktober 2020
Brüssel – Neue EU-Grenzwerte für gesundheitsschädliches Acrylamid in Baby- und Kleinkindnahrung liegen erstmal auf Eis. Das Europaparlament lehnte den Vorschlag der EU-Kommission mit großer Mehrheit
Schutz für Babys vor Acrylamid: EU-Parlament stoppt Grenzwerte
5. Oktober 2020
Berlin – Das neue farbige Logo Nutri-Score soll ab November auf breiter Front starten können, damit Kunden gesündere Lebensmittel beim Einkauf leichter erkennen. Bundesernährungsministerin Julia
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER