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Medizin

Neue Zielstruktur zur Behandlung von Depressionen

Dienstag, 31. August 2010

Bonn – Das mediale Vorderhirnbündel, ein Neuronenstrang, der vom Hirnstamm bis zum frontalen Cortex reicht, scheint eine zentrale Rolle bei Depressionen zu spielen. Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Volker Coenen von der Universitätsklinik Bonn. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology (doi:10.1038/npp.2010.132).

Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie die historischen Daten von Versuchen, Depressionen mithilfe von Operationen zu heilen. Bei vier Regionen waren diese Versuche besonders erfolgreich.

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Es zeigte sich, dass das mediale Vorderhirnbündel diese Regionen miteinander verbindet. Die Forscher konnten ihre Entdeckungen mithilfe von 50 Probanden bestätigen. Bei diesen ließ sich das mediale Vorderhirnbündel durch eine Kernspintomographie indirekt darstellen.

Da das mediale Vorderhirnbündel Gehirnareale verbindet, die bei der Depression eine Rolle spielen, hofft Coenen, dass die Tiefe Hirnstimulation dieser Struktur die Depressionssymptome bei besonders schwer betroffenen Personen lindern könnte. © rme/aerzteblatt.de

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