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Neuer HTA-Bericht zu ADHS im Erwachsenenalter

Dienstag, 7. September 2010

Köln – Erwachsene Patienten mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) können von einer medikamentösen Therapie profitieren. Das zeigt ein jetzt beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) veröffentlichtes Health Technology Assessment (HTA). Medikamente, die die Symptome verringern können, sind laut DIMDI allerdings nur für Kinder und Jugendliche zugelassen.

Dem Bericht zufolge verringern bei Erwachsenen vor allem Arzneimittel mit zentral-nervös stimulierender Wirkung (Methylphenidat und Amphetamine) und Atomoxetin die ADHS-Symptome. „Dabei muss die Dosis für einzelne Betroffene individuell angepasst werden, damit die Medikamente optimal wirken“, so die Autoren.
 

Sie empfehlen, Voraussetzungen für eine angemessene Versorgung mit ADHS-Medikamenten auch für Erwachsene zu schaffen. „Weitere klinische Studien sollten durchgeführt werden, um die Substanzen direkt miteinander zu vergleichen und Langzeiteffekte zu erfassen“, heißt es dazu in dem Bericht. Auch für genauere Aussagen zur Kosten-Effektivität der medikamentösen Behandlung speziell für Deutschland seien Studien erforderlich.

Laut DIMDI leiden etwa zwei bis vier Prozent der Erwachsenen an ADHS. Die Störung wirke sich für Betroffene in nahezu allen Lebensbereichen aus. Unter anderem steigt dem Institut zufolge das Risiko, schwere Verkehrsunfälle zu verursachen oder straffällig zu werden.

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© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #110378
Lillemoor
am Montag, 21. März 2011, 15:56

Solche Kommentare zeugen von Unwissenheit und Ignoranz

Es ist schon schlimm genug wenn man selbst und das eigene Kind betroffen ist, da muss man noch zusätzlich permanent schlaue Kommentare von solchen Menschen anhören, oder lesen.
Man geht nicht einfach zum Arzt und sagt ich habe ADS! EEG, EKG, zig schriftliche Test und Gespräche laufen da vorher ab. Da ist man schnell mal mit drei bis vier Terminen dabei. Und ohne eine begleitende Verhaltens-, Psycho-, oder / und Ergotherapie weiß ich von keinem Arzt der eines der Medikamente verschreiben würde.
Auch bekomme ich allmählich würgereize, wenn da geäußert wir es sei eine erfundene quasi "Modekrankheit"
Erst informieren und dann Texten! Das Krankheitsbild ist seit 1871 direkt genannt, aber unter anderem Namen. Vor ADHS wurde es mit minimaler cerebraler parese benannt, je nach Forschungsstand ändert sich das.
Zur Wirkung von Ritalin: Es gibt keinen Rausch!!! Da hat man mehr rauschwirkung von einem Glas Wein.
Die Nebenwirkungen sind nicht ohne, aber auch bei jedem anders. Es gibt auch Personen die nichts merken.
SO und nu hab ich genug von dem dauererklären. Die vorherigen Leserkommentarverfasser werden sicher alles für ihe Schublade zurechtdrehen. Gegen Dummheit empfehle ich Kirschblütentee :_)
Avatar #104470
Heike.W.
am Freitag, 10. September 2010, 11:23

Missbrauchsgefahr

Ich gebe hier einmal ein Beispiel, wie diese Medikamente dann tatsächlich zum Einsatz kommen:
Meine Chefin (Steuerberaterin) sagte mir kürzlich, ich soll man zum Arzt gehen und sagen, dass ich ADHS-ähnliche Symptome habe (was aber nicht stimmt). Dann würde der mir Ritalin verschreiben und damit könnte ich den doppelten Umsatz machen. Schließlich gehe es ja um ihren Gewinn und im übrigen würde das jeder tun, der überdurchschnittliche Leistungen bringen muss.
So werden erwachsene ADHS-Patienten "gemacht".
Avatar #100202
Businesspaar
am Donnerstag, 9. September 2010, 07:26

Wer hat`s erfunden?

Ist ja auch egal wer dieses Krankheitsbild für Erwachsene erfunden hat. Wie wäre es mit natürlichen Alternativen statt Drogen?
Baldrian-Hopfen-Johanniskraut z. B. oder, gern auch in Verbindung ...
autogenes Training - entspannende Musik - oder schlicht ein Buch lesen ...
Avatar #93362
Wneu
am Mittwoch, 8. September 2010, 20:39

Fingerspitzengefühl und Sorgfalt notwendig

Hier muss man zwei bereits bekannte Gefahren berücksichtigen:
- Wie in den USA und Kanada bereits bekannt, gibt es bei inkorrekt verschriebenem Ritalin hohe Suchtgefahr. Aus Kanada gibt es Berichte, dass Ritalin schon stellenweise eine gehandelte Straßendroge ist.
- Wie auch hier in Deutschland schon mehrmals festgestellt wurde, kommt Gehirndoping immer mehr in Mode. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit inkorrekter Verschreibungen.
LNS

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