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Kombination von Dipyridamol und ASS nach Schlaganfall ohne Vorteil

Donnerstag, 16. September 2010

Köln – Im Vergleich zu einer Monotherapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) oder Clopidogrel profitieren Schlaganfallpatienten nicht von einer Kombination der beiden gerinnungshemmenden Wirkstoffe Dipyridamol und Acetylsalicylsäure. Zu diesem Schluss kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Demnach könnte sich die Kombinationstherapie aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos sogar nachteilig auswirken.

Das Institut erstellt derzeit im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses eine Nutzen-Schaden-Bewertung einer Dipyridamol-ASS-Kombinationsbehandlung nach Schlaganfall oder transitorisch ischämischen Attacken im Vergleich zu Placebo oder zur Monotherapie mit ASS oder Clopidogrel.

Laut dem jetzt veröffentlichten Vorbericht konnte die Kombinationstherapie weder die Sterblichkeit noch das Risiko für weitere Schlaganfälle oder kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt effektiv reduzieren.
 

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Dagegen fand das IQWiG Belege für höhere Schäden: So erlitten Patienten in der Langzeittherapie mit Dipyridamol plus ASS häufiger schwerwiegende Blutungen, bei Patienten unter 65 Jahren kam es auch häufiger zu Blutungen innerhalb des Schädels. „Insgesamt brachen Teilnehmer unter Kombinationstherapie die Studien häufiger wegen unerwünschter Ereignisse ab“, verwies das Kölner Institut.

Interessierte können noch bis zum 13. Oktober 2010 schriftlich zum Vorbericht Stellung nehmen. © hil/aerzteblatt.de

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