NewsMedizinAsthma: Acanthosis nigricans als Risikofaktor bei Kindern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Asthma: Acanthosis nigricans als Risikofaktor bei Kindern

Montag, 20. September 2010

Morgantown – Einigen Kindern ist eine drohende Asthmaerkrankungen an der Haut anzusehen. Eine Acanthosis nigricans war in einer Querschnittsstudie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2010; doi: 10.1164/rccm.201004-0603OC) ebenso wie erhöhte Triglyzeridwerte häufig mit einer Asthmaerkrankung assoziiert.

Gesunde Kindheit auf dem Lande, heißt es. Im US-Staat West-Virginia leben zwei Drittel der Bevölkerung in Orten mit weniger als 2.500 Einwohnern, doch die Zahl der Herz-Kreislauf-Krkrankungen liegt deutlich über dem US-Durchschnitt.

Nicht nur die Erwachsenen belegen bei Adipositas, Hypertonus und Rauchen US-Spitzenplätze. Auch die Kinder bewegen sich zu wenig und ernähren sich ungesund. Frühere Auswertungen des „Coronary Artery Risk Detection in Appalachian Communities“ oder CARDIAC-Projekts hatten bereits gezeigt, dass jedes vierte Kind im Kindergarten und Grundschulalter bereits übergewichtig ist, jedes fünfte hat eine Dyslipidämie.

Bei 4,6 Prozent der Kinder entdeckte die Gruppe um Giovanni Piedimonte von der West Virginia University in Morgantown am Hals, unter der Achsel oder in der Leistenbeuge umschriebene Hyperpigmentierungen: Dermatologen bezeichnen dies als Acanthosis nigricans. Für Diabetologen ist die Verfärbung ein Marker für einen erhöhte Insulinspiegel und eine Insulinresistenz.
 

Anzeige

Die Landkinder mit Acanthosis nigricans haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, wie ihre Eltern später an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Die Acanthosis nigricans war, ebenso wie erhöhte Triglyzeridwerte, darüber hinaus mit einer Asthmaerkrankung der Kinder assoziiert, wie die Forscher jetzt berichten. Diese beiden Faktoren, also Acanthosis nigricans und Hypertriglyzeridämie, erklären laut Piedimonte auch die aus früheren Untersuchungen bekannte Assoziation zwischen Übergewicht und Asthma.

Ab einem gewissen Schwellenwert, so vermuten die Autoren, begünstigen die Fettstoffwechselstörungen bei den Kindern Entzündung und Hyperreagibilität in den Atemwegen. Wichtiger als das Übergewicht scheint der Bewegungsmangel der Kinder auf dem Lande zu sein.

Denn viele Kinder mit Acanthosis nigricans waren gar nicht übergewichtig, so Piedimonte. Sie scheinen aber den Bewegungsspielraum, den das Aufwachsen auf dem Lande (jedenfalls aus Sicht der Städter) ihnen eröffnet, zu wenig zu nutzen. © rme/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

4. Oktober 2019
Rostock – Ein Dosieraerosol, das die 3 Wirkstoffe Beclometason, Formoterol und Glycopyrronium abgibt, hat in 2 Phase-3-Studien die Lungenfunktion von Patienten mit unkontrolliertem Asthma besser
Inhalative Dreierkombination verbessert Asthmakontrolle
27. September 2019
Waldems-Esch – Erkrankungen der Atemwege und der Lunge sind trotz therapeutischer Fortschritte eine der führenden Todesursachen in Deutschland. Darauf hat das Marktforschungsinstitut Insight Health im
Umsatzplus bei Medikamenten gegen obstruktive Atemwegserkrankungen
9. August 2019
Barcelona – Bis zu 11 Prozent aller Asthmaerkrankungen im Kindesalter könnten jedes Jahr in Europa verhindert werden, wenn die Länder die von der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) für Feinstaub
Studie: Ein Drittel aller Asthmaerkrankungen bei Kindern Folge von Luftschadstoffen
6. August 2019
Mainz – Ein positives Fazit des Modellprojektes „Rheinland-Pfalz atmet durch – Telemedizin für eine gesunde Lunge“ hat das Mainzer Ge­sund­heits­mi­nis­terium gezogen. „Wir sind stolz darauf, dass wir in
Telemedizinische Unterstützung für Asthma-Patienten bewährt sich in Rheinland-Pfalz
23. Juli 2019
San Francisco – Ein bakterielles Lipid im Stuhl von Babys könnte auf eine Prädisposition für Allergien und Asthma hinweisen, wie US-Wissenschaftler in Nature Microbiology (2019; DOI
Untersuchung einer Stuhlprobe könnte Asthmarisiko bei Babys anzeigen
1. Juli 2019
Silver Spring/Maryland – Der monoklonale Antikörper Dupilumab, der bereits zur Behandlung von Neurodermitis und Asthma eingesetzt wird, kann bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis das Wachstum
Rhinosinusitis: Antikörper Dupilumab bremst Wachstum von Nasenpolypen
28. Mai 2019
Ghent – Belgische Forscher haben einen Antikörper entwickelt, der die Charcot-Leyden-Kristalle auflöst, die sich beim Asthma bronchiale in der Schleimhaut bilden. Bei einem Mäusemodell der Erkrankung
VG WortLNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER