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Psychotherapeutische Versorgung von Migranten mangelhaft

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Berlin - Migration führt laut Bundes­psycho­therapeuten­kammer häufig zu psychischen Erkrankungen. Einwanderer erlitten in Deutschland fast 60 Prozent öfter eine Depression als Einheimische, kritisierte Kammerpräsident Rainer Richter am Mittwoch in Berlin.

Zudem sei die psychotherapeutische Versorgung für Migranten mangelhaft. Es fehlten sprachspezifische Information, interkulturelle Kompetenz beim Fachpersonal und Psychotherapien in der Muttersprache. Richter zufolge erschwert eine psychische Erkrankung die Integration deutlich. Bislang gingen Migranten jedoch erheblich seltener zum Psychotherapeuten als Nicht-Migranten.

Scharf kritisierte der Kammerpräsident eine „besonders krasse Unterversorgung“ bei der Behandlung von Flüchtlingen. Kriegsflüchtlinge und Folteropfer hätten bislang nur eingeschränkte Ansprüche auf eine psychotherapeutische Behandlung ihrer oft schweren Traumata.

Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer appellierte an die Bundesregierung, Asylbewerbern schnellstmöglich den gleichen Anspruch auf Krankenbehandlung zu gewähren wie den gesetzlich Krankenversicherten. - Noch bis Sonntag finden bundesweit Veranstaltungen zur Woche der seelischen Gesundheit statt. © kna/aerzteblatt.de

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