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Medizin

Auch Bakterien für Asthma-Attacken verantwortlich

Dienstag, 12. Oktober 2010

Kopenhagen – Akute Asthmaanfälle bei kleinen Kindern sind nicht nur auf virale, sondern ebenso wahrscheinlich auf bakterielle Infektionen zurückzuführen. Das geht aus einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Universität Kopenhagen unter der Leitung von Hans Bigaard hervor. Sie ist im British Medical Journal erschienen (doi: 10.1136/bmj.c4978).

Virale Infektionen sorgen bei Kindern häufig für Asthmaanfälle mit Husten und Kurzatmigkeit. Während diese Beschwerden jedoch schwierig zu behandeln sind, gibt es gegen Bakterien Antibiotika. Daher könne ihre Studie die Behandlung von Asthma-Attacken bei Kindern grundlegend verändern, so die Wissenschaftler.
 

An einem Kollektiv von 361 Patienten im Alter zwischen vier Wochen und drei Jahren mit schweren Asthma-Attacken untersuchten die Forscher, ob und mit welcher Häufigkeit virale und bakterielle Infektionen auftraten. Mit einer ähnlich hohen Anzahl konnten sie beide Arten der Infektionen feststellen. Dabei waren beide Arten voneinander unabhängig.

„Für uns heißt das, dass bakterielle Infektionen einen Asthma-Anfall nicht nur verschlimmern, sondern auch auslösen können“, so Bigaard. Da Ärzte bakterielle Infektionen im Gegensatz zu viralen beim Asthma behandeln könnten, müssten jetzt weitere Studien folgen, die untersuchen, wie Antibiotika effektiv gegen Asthmaanfällen wirken. „Die Anwendung von Antibiotika bei Asthma-Attacken wäre geradezu revolutionär“, resümiert Bigaard.

© hil/aerzteblatt.de

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