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Medizin

Brokkoli bekämpft Krebs

Dienstag, 26. Oktober 2010

Urbana – Sulforaphan, ein Inhaltsstoff von Brokkoli, kann durch Darmbakterien freigesetzt und dann in den Körper aufgenommen werden. Erhöht man die Konzentration dieser Bakterien könnte man die krebspräventive Kraft von Sulforaphan erhöhen, erklärten Wissenschaftler der Universität von Illinois um Elizabeth Jeffery. Sie publizierten die Ergebnisse entsprechender Studien in der Fachzeitschrift Food and Function (DOI:10.1039/C0FO00110D).

Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Darmbakterien eine zentrale Rolle an dem protektiven Effekt von Brokkoli haben, indem sie Glucoraphanin, den Ursprungsstoff des Sulforaphan, in das Colon von Ratten injizierten.

Das Caecum, ein Teil des unteren Darmabschnitts in den die Wissenschaftler das Glucoraphanin injizierten, ist von Bakterien bewohnt, die bei der Digestion und dem Metabolismus von Nahrungsmitteln helfen. Bereits nach kurzer Zeit ließ sich das bakteriell metabolisierte Sulforaphan in der Mesenterialvene nachweisen.

„Der Nachweis von Sulforaphan zeigt, dass es im unteren Darmbereich umgewandelt wird und für die Absorption im Körper verfügbar ist“, sagte Jeffery. Diese Entdeckung mache es möglich, die Aktivität dieser Bakterien im Colon und somit die Krebs-präventive Kraft von Sulforaphan zu erhöhen, erklärte die Wissenschaftlerin.

Laut Jeffery ist Sulforaphan ein äußerst starker Krebsgegner. Die Menge, die man in drei bis fünf wöchentlichen Portionen zu sich nehme, sei genug um präventiv zu wirken.

Die Wissenschaftler ziehen zwei Wege in Betracht wie Colonbakterien manipuliert werden könnten, um eine größere Anzahl protektiver Krebsagenzien aus Brokkoli zu gewinnen.

Einerseits könne man wünschenswerte Bakterien durch Probiotics anreichern, um ihre Proliferation zu fördern. Andererseits könne man eine probiotische Zutat direkt mit dem Broccoli aufnehmen. So eigne sich beispielsweise Brokkoli mit einer Joghurt-Soße, die die Bakterien bereits enthält, um einen verstärkten protektiven Effekt hervorzurufen. © rme/aerzteblatt.de

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er070328
am Sonntag, 31. Oktober 2010, 14:35

Der Brokkoli und sein Dioxin

Brokkoli esse ich gern. Zu bedenken gibt der gelegentliche Medizinkritiker und Statistiker Prof. Walter Krämer aber allen Bio-Öko-Freunden, den Naturkost-Gurus und auch mir dies:

"Eine Portion biologisch angebauter Brokkoli enthält die 15 000-fache Referenzdosis des in der Öffentlichkeit gern als Krebsgift Nummer Eins angesehenen Tetrachlordibenzodioxin, kurz auch TCDD oder Dioxin genannt.
Denn das im Brokkoli wie auch im Kohl und Blumenkohl enthaltene Indolcarbinol wird im Magen in Moleküle umgewandelt, die im Körper die gleichen Enzymreaktionen ablaufen lassen wie TCDD.
Aber dieses natürliche Dioxin scheint, anders als das künstliche, von dem man etwa glaubt, dass es über Verpackungsmaterialien unser Obst und Gemüse verunreinigen könnte, niemand um den Schlaf zu bringen."

egr

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