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Ärzteschaft

Apobank-Mitarbeiter im Visier der Staatsanwaltschaft

Freitag, 29. Oktober 2010

Düsseldorf – Die Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in Düsseldorf hat ein Vorstandsmitglied und zwei leitende Vertriebsmitarbeiter beurlaubt. Hintergrund sind staatsanwaltliche Ermittlungen gegen eine Immobilienfirma namens Licon und gegen die drei Mitarbeiter der Bank. Die Vorwürfe gegen sie stehen im Zusammenhang mit Festnahmen bei Licon, bei der Manager der Untreue verdächtigt werden.

Die Baugruppe Licon saniert Altbauten, die in der Regel unter Denkmalschutz stehen. Für den Vertrieb der Objekte führt Licon eine Tochtergesellschaft namens Medicon. Die Apobank hat seit 2008 eine Kooperationsvereinbarung mit Medicon und stellt bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung.

Als Grund für die Beurlaubung der drei Mitarbeiter nannte die Apobank, sie wolle den Betroffenen „Zeit für die Unterstützung der Aufklärung gewähren“. Sie kooperiere zur vollständigen Aufklärung aller Fragen eng mit den ermittelnden Behörden.

Zur Überprüfung der Vorgänge hat der Bankvorstand zudem eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet, welche klären soll, ob sich alle Mitarbeiter und Führungskräfte an die gesetzlichen Vorschriften und die internen Regeln gehalten haben. Die Arbeitsgruppe soll dem Vorstand laufend berichten.

Die Bank geht davon aus, dass sie spätestens bis Ende November über die Ergebnisse informieren kann. „Bis heute sind uns keine Fälle bekannt geworden, in denen Kunden aufgrund der Vorfälle bei der Licon einen Schaden erlitten haben“, betonte die Bank.

Bereits im September war die Apobank in die Schlagzeilen geraten, weil das Institut wegen der seit Beginn der Finanzkrise eingetretenen hohen Verluste auf Anlagen in verbrieften Krediten ihren gesamten früheren Vorstand verklagt hatte. Nach Angaben vom Juni 2010 hatte die Apobank seit 2007 insgesamt 1,1 Milliarden Euro auf sogenannte strukturierte Finanzprodukte abschreiben müssen, davon 800 Millionen Euro endgültig. Für 2009 hatte die Bank deshalb erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust ausweisen müssen.

Im ersten Halbjahr 2010 hat das Institut bei einer Bilanzsumme von 42,7 Milliarden Euro 25 Millionen Euro Jahresüberschuss nach Steuern erwirtschaftet. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #87250
adonis
am Mittwoch, 3. November 2010, 12:50

@Businesspaar

Na, soviele Diskussionen hier um Immobilien gibt es wohl nicht. Wir haben hier 2 Statements. Eines von mir ,was nicht unbedingt mit dem Vorgang zusammenhängt, wohl aber mit einer zumindest unredlichen Beratung. Und den anderen Vorgang kenne ich nicht. Ich darf Sie auch beruhigen. Ein Haus ( zu schwedischen Konditionen) konnte ich mir hier erst in Schweden leisten und bin weit davon entfernt es bezahlt zu haben, geschweige denn renoviert. Also es besteht kein Grund zu Neid.
Avatar #100202
Businesspaar
am Mittwoch, 3. November 2010, 12:05

... da kommt man doch ins Grübeln :-))

... vor allem wenn man die Diskussionen hier verfolgt, deren Inhalte sich mit der Einkommenssituation Niedergelassener so ganz allgemein beschäftigt.

Schenkt man den allgemeinen Äußerungen wirklich glaub, dann sieht es doch sehr düster aus mit dem Geld des Herrn Doktor`s (Frau auch).

Und doch wird fleißig in Immobilien investiert, am besten welche die auch steuerliche Entlastungen ermöglichen. Also möglichst 100 %- Finanzierungen mit endfälliger Tilgung in Einheit mit Denkmal-AfA.

Einhellig vermitteln Immobilienanbieter und Bank den Eindruck eines in sich stimmigen Konzeptes, welches sich durch perfekt kombinierte Details annähernd selbst trägt.

Aber leider nur annähernd - Hier sollte sich der Leser an den Lehmann-Crash erinnern -.

Das wird hier auch nicht sehr lange auf sich warten lassen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Fazit - Wer sich derartige Kapitalanlagen leisten kann, der verdient auch ordentlich. Soll er auch, Sie auch.

Aber bitte unterlassen wir doch dieses Jammern auf diesem hohen Level. Vielleicht hat man aber auch gut von den Bauern gelernt - Jammere ohne zu Leiden, schließlich ist unser Hungertuch aus feinstem Kashmir.

Es gehört sich einfach nicht :-)).
Avatar #87250
adonis
am Mittwoch, 3. November 2010, 11:31

Apobank

Na, ich weiss noch, als ich bei der Apobank wegen meiner Praxisfinanzierung angefragt hatte. Das "Beratungsgespräch" war ein Verkaufsgespräch und gespickt mit Fehlinformation zu Gunsten eines evt. Abschlusses bei der Bank. Ich kann nur sagen, dass ich von der Volks und Raiffeisenbank richtig und gut beraten worden bin. Nicht aber von dieser Bank, die angeblich für Ärzte und Apotheker sei. Ich kann nur von dieser Bank abraten.
Avatar #106956
zaratustra
am Mittwoch, 3. November 2010, 11:06

Apo-Bank - Medicon

"Die Apobank hat seit 2008 eine Kooperationsvereinbarung mit Medicon und stellt bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung."

Dies ist nur die halbe Wahrheit: In Wirklichkeit wurden die Kunden von der Apo-Bank direkt angesprochen, zu einen Gespräch in die Bank eingeladen wobei "zufälliger" Weise ein Berater der Medicon anwesend war. Im anschließenden Gespräch wurde der APO-Bank Kunde von diesem "tollen" Angebot überzeugt, welches die Bank selbstverständlich auch voll finanzierte.
Welcher APO-Bank Kunde hätte wohl da noch bei einer weiteren Bank eine Finanzierungsanfrage gestellt.

Eine richtige Brisanz für die APO-Bank stellt sich zudem dann, wenn diese Konstruktion unter den § 15b EStG und der Besonderheit des gebündelten Vertragswerkes fällt. Dann sind auch die Steuervorteile, mit denen die Mondpreise dieser Denkmalobjekte kaschiert wurden, in Gefahr.
Avatar #106956
zaratustra
am Mittwoch, 3. November 2010, 11:06

Apo-Bank - Medicon

"Die Apobank hat seit 2008 eine Kooperationsvereinbarung mit Medicon und stellt bei Bedarf die Erwerberfinanzierung zur Verfügung."

Dies ist nur die halbe Wahrheit: In Wirklichkeit wurden die Kunden von der Apo-Bank direkt angesprochen, zu einen Gespräch in die Bank eingeladen wobei "zufälliger" Weise ein Berater der Medicon anwesend war. Im anschließenden Gespräch wurde der APO-Bank Kunde von diesem "tollen" Angebot überzeugt, welches die Bank selbstverständlich auch voll finanzierte.
Welcher APO-Bank Kunde hätte wohl da noch bei einer weiteren Bank eine Finanzierungsanfrage gestellt.

Eine richtige Brisanz für die APO-Bank stellt sich zudem dann, wenn diese Konstruktion unter den § 15b EStG und der Besonderheit des gebündelten Vertragswerkes fällt. Dann sind auch die Steuervorteile, mit denen die Mondpreise dieser Denkmalobjekte kaschiert wurden, in Gefahr.
LNS

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