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Politik

Pflegebranche leidet unter katastrophalem Personalmangel

Montag, 1. November 2010

Berlin - Unter einem katastrophalen Personalmangel in der Pflegebranche leiden dem Berufsverband zufolge zunehmend Patienten und Mitarbeiter.

Die Hilfebedürftigen würden schlecht versorgt, und die Mitarbeiter seien im Dauerstress, sagte die Präsidenten des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe, Gudrun Gille, am Montag in Berlin. „Wenn jetzt die Weichen nicht konsequent umgestellt werden, ist der totale Pflegekollaps nicht mehr aufzuhalten.“

Die politisch Verantwortlichen hätten zwar endlich den dringenden Fachkräftebedarf erkannt, vor dem die Branche seit Jahren warne. Unerträglich sei aber die sich fortsetzende „Pflegen kann jeder“-Haltung, indem Langzeitarbeitslose und schwer vermittelbare Jugendliche als Lösung herhalten sollen, kritisierte Gille.

Auch die erhoffte Zuwanderung aus dem Ausland löse das Problem nicht, weil Deutschland in seiner Attraktivität für gut qualifizierte Krankenpfleger im internationalen Vergleich schlecht abschneide. Arbeits- und Ausbildungsbedingungen müssten konkurrenzfähig werden.
 

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Der Berufsverband will der Regierung für ihre Pflegepolitik die "Gelbe Karte" zu zeigen. Mit der Aktion ruft die Organisation Patienten, Angehörige, Beschäftigte und besorgte Bürger auf, gelbe Postkarten oder eine E-Card auf www.dbfk.de/gelbekarte an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu schicken, um auf die Missstände hinzuweisen.

© dapd/aerzteblatt.de

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Avatar #100202
Businesspaar
am Dienstag, 16. November 2010, 09:56

Spitzenverdienst?

7,50 € die Stunde? Das ist doch maßlos! 3 € kriegt die Frisöse, 3,50 die die Semmeln verhökert ... das sind Löhne!!!
Avatar #99877
taralenatara
am Montag, 15. November 2010, 13:24

Bedingungen verbessern, dann gibt auch auch mehr Pflegekräfte

- angemessenes Gehalt
- ausreichend Freizeitausgleich
- familienfreundliche Arbeitsbedingungen,
- Weiterbildungen,
- keine geteilten Dienste (außer es wird gewünscht)
- ausreichend Hilfsmittel, um die körperliche Belastung der Pflegekräfte zu reduzieren
- Supervision
- nicht nur Top-Down, sondern auch Bottom up
- ...

man könnte eine Menge tun, um den Beruf attraktiv zu gestalten, aber die Finanzierbarkeit wird immer als Grund vorgeschoben, warum es nicht möglich ist
Avatar #95633
taktgenau
am Dienstag, 2. November 2010, 11:44

wen wundert's...

bei einem Spitzenverdienst von 7,50€ die Stunde? Dafür kriegt man nich einmal Arbeitslose und schwer vermittelbare.
LNS

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