NewsPolitikRösler verteidigt Praxisgebühr
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Rösler verteidigt Praxisgebühr

Donnerstag, 4. November 2010

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) will an der Praxisgebühr von zehn Euro, die beim ersten Arztbesuch im Quartal erhoben wird, festhalten.

„Sie  bringt der gesetzlichen Kranken­versicherung 1,5 Milliarden Euro im Jahr“, erklärte der Minister beim vierten „Wortwechsel“ des Deutschen Ärzteblattes am 2. November vor knapp 500 Ärztinnen und Ärzten sowie Medizinstudierenden an der Berliner Charite. „Angesichts der Finanzsituation kann ich nicht versprechen, dass wir darauf verzichten werden.“

Anzeige

Eingeführt hatte die Praxisgebühr 2004 Röslers Amtsvorgängerin Ulla Schmidt (SPD). Die an der Podiumsdiskussion des Deutschen Ärzteblattes teilnehmende Berliner Hausärztin Beate Mälzer verwies jedoch darauf, dass der Einzug der Praxisgebühr seit Jahren für Ärztinnen und Ärzte einen enormen Mehraufwand bedeute. „Für uns ist das ein durchlaufender Posten, der viel Zeit unserer Mitarbeiter in Anspruch nimmt“, kritisierte sie.

Rösler verwies auf die Möglichkeit, dies unbürokratischer zu regeln, beispielsweise über die Versichertenkarte. „Es gibt Modelle, die Praxisgebühr  über die elektronische Gesundheitskarte automatisch einziehen zu lassen – ähnlich wie man auch im Internet spezielle Dienste abrechnen kann“, erklärte er.

Mit den Krankenkassen bespreche er gerade solche Möglichkeiten. Voraussetzung für die Etablierung dieses Verfahrens  sei allerdings eine weite Verbreitung der elektronischen Gesundheitskarte und ihre Akzeptanz in den Praxen. © ER/mei/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #87250
adonis
am Freitag, 5. November 2010, 07:52

Taugt zum Minenräumen in Afghanistan

Aber sicher nicht als Ge­sund­heits­mi­nis­ter. Er hat auf unsere Kosten Medizin studiert und hat sich für die Bundeswehr verpflichtet!! Das deutsche Vaterland hat zu wenige Ärzte in der Bundeswehr. Also meine ich, dass er seinen Eid erfüllen sollte und seinen Posten abgeben sollte und seine Kameraden in Afghanistan unterstützen sollte.
Avatar #94352
polmu
am Donnerstag, 4. November 2010, 21:55

unbürokratischer ??

Wie bitte soll denn die ..-Gebühr von Leuten eingezogen werden, die zwar Hochverbraucher sind, die aber auf Grund ihres Status gar keine KK-Beiträgezahlen?
Avatar #94352
polmu
am Donnerstag, 4. November 2010, 21:55

unbürokratischer ??

Wie bitte soll denn die ..-Gebühr von Leuten eingezogen werden, die zwar Hochverbraucher sind, die aber auf Grund ihres Status gar keine KK-Beiträgezahlen?
Avatar #94006
chrox
am Donnerstag, 4. November 2010, 19:16

Herr Rösler enttäuscht wie fast alle im Kabinett

Als Mediziner hatte ich große Hoffnungen in den neuen liberalen Ge­sund­heits­mi­nis­ter und Arzt P. Rösler.
Er verwehrt sich gegen jede Diskussion zur Priorisierung im Gesundheitswesen mit der anmaßenden, weil den Befürwortern unethische Denke unterstellender Äußerung, die Priorisierung sei mit seinem ethischen Verständnis als Arzt(!) nicht vereinbar. Führende Medizinethiker und Autoren auf diesem Gebiet(Marckmann, Nagel) bringen laut Herrn Rösler unethische Vorschläge ein um das Gesundheitssystem weiterhin leistungs- und zukunftsfähig, gerade im Sinne aller Patienten, zu machen.
Wie weit ist Herr Rösler schon von seinen Kollegen entrückt und bloß noch Marionette der Pharmaindustrie und Krankenkassenvorstände?

Die Praxisgebühr ist ein zweites Beispiel für seine Unfähigkeit ein wenigstens etwas durchdachteres und faireres System zu gestalten. Das Einkassieren der Krankenkassenquartalsgebühr Ärzten aufzubürden war einfach nur dreist und bewies bis dato keine Steuerungsfunktion. Nicht zuletzt belastet sie das Arzt-Patienten-Verhältnis.
Der Lösungsvorschlag mithilfe der Gesundheitskarte ist keiner weil Herr Rösler genau das tut was zum politischen Handwerkszeug gehört: Die Ausblendung unbequemer Mißstände.
Er ignoriert den Sachverhalt das es keine ärztliche Aufgabe ist unentgeltlich für die Krankenkassen Mehreinnahmen zu generieren.

Avatar #87250
adonis
am Donnerstag, 4. November 2010, 17:14

Entweder ist Herr Rössler ein Depp oder ein Ignorant!!

Wohl aber beides zusammen. Die Praxisgebühr generiert mehr Kosten, als sie bringt. Es grenzt schon nicht mehr an Dummheit. Die 10 Euro müssen in der Praxis und der Krankenkasse verwaltet werden, die KV muss ebenso diese Verwalten.
Herr Rössler ist halt Teil der Gurkentruppe, die sich heute Regierung nennt. Man kann ja in allen Kommentaren in unterschiedlichen Zeitungen heute nachlesen, welche hohe Kompetenz dieser Regierung zugebilligt wird.
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER