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Medizin

Tai Chi lindert Arthritisschmerzen

Montag, 8. November 2010

Chapel Hill – Die langsamen fließenden Bewegungen beim chinesischen Schattenboxen (Tai Chi) können chronische Gelenkbeschwerden lindern. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die jetzt auf der Jahrestagung des American College of Rheumatology in Atlanta vorgestellt wurde.

Dass die Stärkung von Muskulatur und Gleichgewicht sich günstig auf die Gelenke auswirkt, ist bekannt und gehört zu den Prinzipien der Physioherapie. Nicht alle Patienten finden Gefallen an den repetitiven Übungen der Krankengymnastik. Die vielfältigen Übungen des Tai Chi bieten hier wesentlich mehr Abwechslung.

Die US-amerikanische Arthritis Foundation hat zusammen mit einem Tai Chi-Lehrer eine Serie von Übungen entwickelt, die Arthritis-Patienten teilweise auch im Sitzen ausüben können. Das Programm besteht aus 16 Therapiesitzungen, die über einen Zeitraum von 8 Wochen verteilt sind.
 

Leigh Callahan vom Thurston Arthritis Research Center in Chapel Hill hat das Programm an 354 Teilnehmern aus 20 Orten in North Carolina und New Jersey erprobt. Die Patienten litten an unterschiedlichen Formen der Gelenkbeschwerden von der Arthrose über die rheumatoide Arthritis bis zur Fibromyalgie. Sie wurden auf zwei Gruppen randomisiert, von denen die eine sofort und die andere erst nach 8 Wochen mit dem Programm begann.

Eine Publikation der Ergebnisse steht noch aus. Glaubt man allerdings den Angaben der Autoren, dann hat sich die Minimalvariante der chinesischen Kampfkunst nicht nur positiv auf Schmerzen und Beweglichkeit der Gelenke ausgewirkt. Auch die Abgeschlagenheit der Patienten habe nachgelassen und die Lebensqualität habe sich in mehreren Punkten gebessert, versichert Callaghan.

Erst kürzlich hatten Mediziner der Tufts University School of Medicine in Boston über eine randomisierte Studie an Fibromyalgiepatienten berichtet. Dort hatte ein intensiver 12-wöchiger Tai Chi-Kurs den Aktionsradius der Patienten erweitert und die Lebensqualität verbessert (NEJM 2010; 363: 743-754).

© rme/aerzteblatt.de

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