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Vegetarische Ernährung bei Jugendlichen ist aufwendig

Donnerstag, 11. November 2010

Köln – Auf den besonderen Aufwand bei der Essenplanung für Jugendliche, die sich vegetarisch ernähren möchten, hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hingewiesen. Jugendliche, die nur vegetarisch essen, sollten ihre Nahrungsmittel bewusst auswählen“, riet Verbandssprecher Ulrich Fegeler.

So sei der Eisenbedarf bei Kindern und Jugendlichen besonders hoch. „Auch Eiweiß, Zink, Jod, Kalzium sowie die Vitamine D, B2 und B12 sollten vegetarische Teenager mit bewusster Planung abdecken“, so der Verbandssprecher.

Noch schwieriger sei eine vegane Ernährung: Hier sei es problematisch, alle wichtigen Nährstoffe nur über das Essen und ohne Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Veganer verzichten auf sämtliche tierischen Produkte und nehmen neben Fleisch und Fisch auch keine Eier, Milchprodukte oder Honig zu sich.

Vor diesem Hintergrund rät der BVKJ vegetarischen und veganen Jugendlichen, ihren Vitamin-D- oder Eisen-Spiegel im Blut regelmäßig bestimmen zu lassen. Dies helfe, eine eventuelle Mangelversorgung rechtzeitig zu erkennen.

„Blässe, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, brüchige Fingernägel und Haare, eingerissene Mundwinkel, spröde Lippen und Infektanfälligkeit können beispielsweise Anzeichen für eine Unterversorgung mit Eisen sein“, so Fegeler. Er verwies zudem darauf, dass laut Studien unter vegetarischen Mädchen Essstörungen besonders verbreitet sind. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #107161
Monya
am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 14:15

... immer die anderen sind Schuld!

Liebes Businesspaar,

immer wieder muß ich feststellen, dass die Aussage: "Die anderen sind Schuld und die böse, böse Lebensmittelindustrie vor allem" gerne als Ausrede genommen wird. Ausrede für die eigene Bequemlichkeit.

Die Frage ist doch, wer zwingt denn die Menschen dazu all das in sich hineinzustopfen? Ja, es ist verführerisch, sicherlich! Dennoch steht niemand von der "bösen Lebensmittelindustrie" neben einem mit der Pistole und sagt: "Kauf das! und stopf es maßlos in Dich hinein, sonst schieße ich!" ;-) Oder?

Was hindert denn die Menschen daran Obst, Gemüse, Kräuter, Gewürze und Getreide zu kaufen (und das am besten regional) und sich ihre Gerichte selber zuzubereiten anstatt den Dosenöffner zu bemühen? Doch wohl nur die eigene Bequemlichkeit, oder? ;-)

Ja, es werden Dinge gemacht, die nicht in Ordnung sind. So verstehe ich beispielsweise nicht, warum man Gelatine in den Apfelsaft machen muß um diesen zu klären. Aber wenn ich um diesen Produktionsweg weiß und es nicht möchte, kann ich entweder meinen Apfelsaft selbst herstellen (was mit den heutigen Maschinen so easy ist) oder einfach naturtrüben kaufen. Wo ist das Problem?

Ich bin die Letzte, die so manche Machenschaft der Lebensmittelindustrie gut findet! Definitiv! Aber ich finde es genau so unangebracht die Schuld bei anderen zu suchen als bei sich selbst. Letztendlich ist jeder selbst verantwortlich.

Ja, die Werbung der Lebensmittelhersteller verführt. Aber das ist ja auch Sinn und Zweck von Werbung ;-).
Aber wer zwingt mich denn die Werbung anzusehen? Oder wenn ich sie sehe, wer zwingt mich dem auch nachzugeben?
Wir sind doch letztendlich selbst für uns verantwortlich! Das zu erkennen und zu akzeptieren vor allem ist nicht immer einfach, zugegeben.

(Denn auch wenn das Angebot da ist, heißt es nicht, dass ich zugreifen MUSS. Als Beispiel: Drogen werden auch genug angeboten, wenn ich durch den Bahnhof laufe. Deswegen muß ich noch lange keine kaufen, oder ;-) )

Die Frage ist doch immer, was bin ich mir wert?

Herzliche Grüße und eine geruhsame Vorweihnachtszeit :-)

Monya Pehlke von
vegetarisch-rezept.de

Avatar #100202
Businesspaar
am Freitag, 12. November 2010, 10:10

Ausgewogene Ernährung?

Dazu müsste man aber erstmal über entsprechende Lebensmittel verfügen, und zwar auch in ausreichendem Maße.

Tatsache ist aber leider, die Nahrungsmittelindustrie bietet überwiegend ernährungsphysiologischen Müll an. Man werfe nur immer den Blick auf die "Zusatzstoffe".

Aber weil es dank Geschmacksverstärker und Co. ja so gut schmeckt, wird die Bevölkerung immer fetter und muss immer intensiver behandelt werden.

Wer hat also ein wirkliches Interesse an gesunden Menschen???
Avatar #107161
Monya
am Donnerstag, 11. November 2010, 19:01

Eisenmangel etc.

Danke für diesen Beitrag!

Ich sehe die Problematik nicht nur bei vegetarisch lebenden Jugendlichen.

Denn wenn man sich anschaut, was Jugendliche heute hauptsächlich zu sich nehmen, hat das nicht mehr all zu viel mit "Lebensmittel" zu tun. Ob nun vegetarisch oder nicht sollten ALLE mehr darauf achten sich ausgewogen zu ernähren.

Darüber hinaus denke ich, dass Jugendliche, die sich aktiv GEGEN Fleisch und FÜR ein gesünderes Leben entscheiden, eher einen Blick darauf legen, was sie zu sich nehmen, als diejenigen, die nicht diese Entscheidung getroffen haben. Von daher sind die meisten vegetarisch lebenden Jugendlichen weniger gefährdet als die anderen ;-)

Meine ganz persönliche Meinung ... :-)

Richtig ist jedoch, dass mehr Wert auf eine vollwärtige Ernährung gelegt werden soll! Vielleicht könnte das ja auch ein Schulfach werden. ;-)

Haben Sie alle noch einen tollen Tag! :-)

Herzliche Grüße

Monya Pehlke
LNS

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