Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

ÄZQ schließt Clearingverfahren für Arztbewertungs­portale ab

Freitag, 19. November 2010

Köln – Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag von Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) die Qualität von zehn Arztbewertungsportalen untersucht. Das Ergebnis: Das beste Portal erfüllte die vorgegebenen Qualitätsmerkmale zu 85 Prozent, das schlechteste zu 30 Prozent.

Anhand des von BÄK und KBV definierten Kriterienkatalogs „Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale“ untersuchte das ÄZQ dabei rechtliche Vorgaben, Datenschutzfragen, Transparenz, den Schutz vor Missbrauch und Nutzerfreundlichkeit der Bewertungsportale.
 

Demnach hielten sich zwar nahezu alle Portale an die rechtlichen Vorgaben, wiesen aber insbesondere bei der Kommunikation mit den Ärzten gravierende Mängel auf. „Kein Portal erfüllte die hier vorgegebenen Kriterien“, kritisierte das ÄZQ. Zudem hätten nur wenige Betreiber Ärzten die Möglichkeit zu einer Gegendarstellung eingeräumt oder Angaben zur Aktualität der Arzteinträge gemacht.

Vor diesem Hintergrund kündigten etliche Portalbetreiber an, ihr Angebot entsprechend zu überarbeiten. So sind laut ÄZQ inzwischen beispielsweise Möglichkeiten zum Widerspruch gegen die Aufnahme in das Verzeichnis auf den meisten Webseiten zu finden oder sollen demnächst eingerichtet werden. „Damit haben sowohl der Kriterienkatalog als auch das Clearingverfahren bereits jetzt die Portallandschaft verändert“, verwies das Institut.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Dieter
am Freitag, 19. November 2010, 19:02

DAS war dringend nötig!

Eigenartig: Beschwerten sich Mediziner gegen deren ungewollte Aufnahme in Portale, reagierte (z.B. die hessische) Kammer nicht einmal! Wo ist man also dem Kollegen dienlich?
Nach Datenschutzregeln kann ich selbst bestimmen, wer wo meine Daten verwendet. Dies gilt auch für Ärzte!

Nachrichten zum Thema

20.07.17
Grundsatzurteil: Arztbewertungs­portale müssen Aussagen beweisen
Berlin – Ärzte können gegen Einträge auf Bewertungsportalen vorgehen, wenn diese Falschbehauptungen enthalten. Das hat das Landgericht München, wie jetzt bekannt wurde, bereits Ende Mai entschieden......
01.03.16
Bundesgerichtshof nimmt Arztbewertungs­portale in die Pflicht
Karlsruhe – Der Streit zwischen einem Zahnarzt und dem Arztbewertungsportal Jameda um eine negative Bewertung des Arztes auf dem Portal geht in die nächste Runde. Der Bundesgerichtshof verwies den......
08.12.14
Warum Patienten Ärzte im Internet bewerten
Berlin – Dankbarkeit gegenüber dem behandelnden Arzt und der Wunsch, anderen Arztsuchenden bei ihrer Entscheidung für einen passenden Mediziner zu helfen, gehören zu den wichtigsten Motiven von......
17.11.14
Arztbewertung: Unvollständige Tatsachen­behauptungen sind rechtswidrig
Köln – Ärzte müssen anonyme Bewertungen in einem Internetportal dulden, solange diese keine Falschbehauptungen oder Schmähkritik enthalten. Dabei kann die Bewertung zusätzlich zu einer Benotung auch......
23.09.14
Bewertungsportal: Ärzte haben keinen Anspruch auf Löschung von Daten
Karlsruhe – Ärzte können von dem Betreiber eines Internetportals zur Arztsuche und Arztbewertung nicht verlangen, die ihn betreffenden Internetseiten zu löschen. Dies hat der für den Schutz des......
01.07.14
Arztbewer­tungsportal: BGH lehnt Auskunfts­anspruch ab
Karlsruhe – Trotz wiederholter wahrheitswidriger Behauptungen in einem Arztbewertungsportal hat der betroffene Arzt keinen Anspruch gegenüber dem Betreiber des Internetportals, Name und Anschrift des......
18.11.13
Orthopäden, Dermatologen und Gynäkologen werden besonders häufig online bewertet
München – Orthopäden, Gynäkologen und Dermatologen erhalten besonders häufig Online-Bewertungen von ihren Patienten. Das ist das Ergebnis einer Studie der Friedrich-Alexander-Universität......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige