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Ärzteschaft

BÄK stellt Handbuch für familienfreundliche Arbeitsplätze vor

Montag, 29. November 2010

Berlin – Checklisten und Anforderungsprofile für familienfreundliche Einrichtungen und Beispiele dafür, wie ein familienfreundlicher Arbeitsplatz auch im ambulanten Sektor aussehen kann, bietet ein neues Handbuch der Bundes­ärzte­kammer (BÄK).

„Früher lebten die Ärzte um zu arbeiten, dann arbeiteten sie um zu leben. Und heute wollen die Ärzte beim arbeiten auch leben. Das müssen die Klinikbetreiber endlich verinnerlichen. Nur so können wir in Zeiten des Ärztemangels wieder mehr junge Medizinabsolventen für die Patientenversorgung begeistern“, sagte Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der BÄK bei der Vorstellung des Handbuches am Montag in Berlin.

„Es ist offensichtlich, dass sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des drohenden Ärztemangels alle Beteiligten zusammentun müssen, um den Arztberuf und die Heil- und Pflegeberufe wieder attraktiver zu machen“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) bei der Vorstellung des Handbuches im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium.

Flexible Dienstpläne, Teilzeitarbeit und Kita-Plätze seien in vielen Krankenhäusern nach wie vor Mangelware. Viele Ärzte stünden deshalb vor der schwierigen Entscheidung, den Kinderwunsch aufzuschieben oder ihre berufliche Tätigkeit aufzugeben. „Kind und Karriere dürfen sich aber nicht ausschließen“, forderte Rösler.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nach Überzeugung des Hartmannbund-Vorstandsmitgliedes Astrid Bühren bereits in naher Zukunft ein entscheidender Schlüsselfaktor im Wettbewerb der Volkswirtschaften um Wohlstand und Wachstum.

Die Autorin und Mitherausgeberin des Buches appellierte an Politik und Arbeitgeber, diese Herausforderungen nicht als lästige Pflicht oder Störfaktoren der Organisationsabläufe einzustufen, sondern als spannende gesamtgesellschaftliche Aufgabe in Angriff zu nehmen.

Das Handbuch enthält unter anderem eine Checkliste „Medizin studieren mit Kind“. Darin wird unter anderem abgefragt, ob es stillenden Müttern erlaubt ist, ihr Kind mit in Vorlesungen zu nehmen oder ob Kurse gleichen Inhalts zu verschiedenen Uhrzeiten angeboten werden.

Ärzte können diese Checklisten nutzen, um den für sie geeigneten Arbeits- beziehungsweise Studienplatz zu identifizieren. Arbeitgeber und Universitäten können anhand der Checklisten überprüfen, ob sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewusst fördern. © hil/aerzteblatt.de

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