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Medizin

Schlaganfall verläuft bei Migräne-Patientinnen mit Aura häufig milde

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Dallas – Erleiden Frauen mit Migräne mit einer Aura einen Schlaganfall, so fallen die Behinderungen durch diesen deutlich milder aus, als bei Frauen ohne Migräne. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Tobia Kurth von dem Women`s Hospital in Boston, Massachusetts. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Circulation (doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.110.977306).

Migräne ist eine der häufigsten Kopfschmerzformen. Etwa sechs bis acht Prozent der Männer und zwölf bis 14 Prozent der Frauen in Deutschland leiden daran. Bei einigen Betroffenen geht die Migräne mit einer so genannten Aura einher, also mit vergänglichen neurologischen Symptomen, größtenteils visuellen Einschränkungen.

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 27.852 Frauen über einen Zeitraum von 13,5 Jahren. Die Frauen, die an der Studie teilnehmen, wurden in vier Gruppen eingeteilt: 22.723 Frauen ohne Migräne, 5.129 mit einer Migräne-Episode in der Vergangenheit, 3.612 Personen mit einer aktiven Migräne, von diesen berichteten wiederum 1.435 von einer aktiven Migräne mit Aura.
 

Die Forscher bewerteten ihre funktionellen Einschränkungen nach einem Schlaganfall mit einer sieben Punkte-Skala, die den Grad der funktionellen Einschränkung misst. In der Anschlusszeit von 13,5 Jahren kam es zu 345 ischämischen Schlaganfällen und 398 TIAs.

Dabei zeigte sich, dass Frauen mit einer Migräne mit Aura und einem zusätzlichen ischämischen Schlaganfall mit zweifach erhöhter Wahrscheinlichkeit nur milde Beeinträchtigungen durch diesen davontrugen.

„Es ist für Frauen mit Migräne wichtig zu wissen, dass ihr Risiko für einen Schlaganfall insgesamt niedrig ist. Kommt es jedoch zu einem Schlaganfall so ist es wahrscheinlich, dass dieser eher milde verläuft“, sagte Kurth.

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© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #824512
Gast665
am Donnerstag, 9. April 2020, 19:08

ähnlicher Verlauf - bitte dem nachforschen

Ein interessanter, wenn auch recht alter Kommentar von User „Conny1967“ dessen Symptomatik ich bestätigen kann (das sollte doch mal näher untersucht, insbesondere ernst genommen werden) Auch bei mir ungeklärter Schaganfall mit damals 41 Jahren, (rechtseitiger Verlust der Feinmotorik, Sprachfehler bei vollständiger Wiederherstellung nach ca. ½ Jahr.) Herkunft des Schlaganfalls konnte nie geklärt werden, Gerinsel bei völlig plaquefreien Adern. Festgestellt wurde ein/ das nicht zugewachsene Loch im Herz (Foramen ovale) Kammerflimmern (hat das Langzeit EKG nicht aufgezeichnet obwohl es auftrat und ich die Zeit nennen konnte, hab geistesgegenwärtig auf die Uhr gesehen), häufige Migräne ohne Schmerz sondern fast Erblindung (wie ein Knäuel greller Wollefäden im focussierten Blickfeld, größer werdend zu den Seiten ausdehnend bis ich nichts mehr sehe außer grelles „Flacker-Flacker“ und ebenfalls über Jahrzehnte Nackenverspannung rechtseitig ausstrahlend. Zentrum/ Ursache scheint die Position des Wirbels zu sein, wenn man von er Schulter aufgelegt gerade ein Lineal zur Wirbelsäule legt. Das strahlt rechtseitig zum Schulterblatt aus bis in die obere Lunge (als wenn man einen „Hunderter Nagel“ reingeschlagen kriegt. Hoffe, ich konnte alles möglichst genau beschreiben. Wenn sich dem einer der „Studierten“ mal genauer annehmen möchte. Bei einem Menschen kann es Zufall sein, schildern es zwei Menschen, ist es kein Zufall mehr. Nur wie man zu einer Plausiblität gelangt oder Klärung der Ursache, die sich final im Schlaganfall äußert, dazu habe ich weder das Fachwissen noch Fähigkeit, sowas zu begreifen.
Avatar #108505
Conny1967
am Sonntag, 9. Januar 2011, 17:32

Irreführend

Ich bin 42 w und spastisch gelähmt. Ich habe Wirbelsäulenprobleme und seit Jahren Migräne. Nun habe ich aber sehr oft Migräneauren. Gelesen habe ich nun oft das Schlaganfälle häufiger auftreten, wenn man von "Auren geplagt" ist. Ihr aber schreibt hier, das ein eventueller Schlaganfall viel "milder" ausfällt, wenn man Auren immer schon hatte ...wie ist das zu erklären??
Vorallem weiß ich für mich genau, das die Halswirbelsäule (Verspannungen) eine große Rolle spielt. Kann es dann überhaupt zum Schlaganfall kommen? Schlaganfall, weil die Halswirbelsäule verspannt ist? WO liegen da die Unterschiede?

lg conny
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