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Medizin

Auch leichte Erkältungssymptome können auf Asthma hindeuten

Dienstag, 21. Dezember 2010

Göteborg – Schon eine einfache Rhinosinusitis, eine verstopfte oder laufende Nase können auf ein zugrunde liegendes Asthma hindeuten. Solche vermeintlich leichten Symptome weisen sogar in manchen Fällen auf eine schwerwiegende Form der Bronchialobstruktion hin, wie jetzt eine neue Studie beschreibt. Diese veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Göteborg im Journal Respiratory Research (doi:10.1186/1465-9921-11-163)

Bereits in vergangenen Studien hatten die Autoren unter der Leitung von Jan Lötvall herausgefunden, das etwa ein viertel der westschwedischen Asthma-Patienten mehrere Symptome der Krankheit zeigt und somit schwer erkrankt ist.

Ebenso sei bekannt, dass Erkrankungen wie eine Sinusitis oder allergische Rhinosinusitis mit dem Asthma bronchiale assoziiert sein können. Das Ziel ihrer Arbeit war es, herauszufinden, inwiefern diese multiplen Symptome nun mit schwerwiegenderen Formen des Asthmas assoziiert sind.

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Dazu verwendeten die Wissenschaftler die Daten aus der West Sweden Asthma Study. Das ist eine Studie, die Umfragen zu verschiedenen Gesundheitsbereichen enthält, welche bei circa 30.000 Westschweden durchgeführt wurden. Dort analysierten sie die Informationen über Asthma-Symptome, Sinusitis und chronische Rhinosinusitis.

Jene Patienten, deren Nase verstopft war oder die an einer dauernden Rhinorrhoe litten, zeigten auch mehrere andere Asthma-Symptome und entwickelten mit der Zeit schwere Asthma-Formen. Dazu gehörte zum Beispiel, dass diese Patienten auch nachts wegen akuter Luftnot aufwachten.

Jan Lötvall hält es aufgrund dieser Ergebnisse für notwendig, dass Ärzte besonders bei den vermeintlich leichteren, respiratorischen Symptomen vorsichtig sein sollten. Dazu gehöre zum Beispiel anamnestische Details genauer zu erfragen, zum Beispiel einen beeinträchtigen Geruchssinn oder Kurzatmigkeit bei leichterer Anstrengung. Er schlägt vor, auch solche Patienten gründlicher auf Asthma zu untersuchen. © hil/aerzteblatt.de

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