NewsAuslandBritische Forscher stellen sechsmonatige Stillempfehlung infrage
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Britische Forscher stellen sechsmonatige Stillempfehlung infrage

Freitag, 14. Januar 2011

London – Britische Forscher haben die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO für eine mindestens sechsmonatige Stillzeit infrage gestellt. Zumindest in den Industriestaaten sollten Babys ab dem vierten Monat neben der Muttermilch Beikost erhalten, empfahl das Team um Mary Fewtrell vom University College London in einer am Freitag im British Medical Journal (BMJ 2011; 342:c5955)veröffentlichten Studie.

Es warnt unter Berufung auf eine Reihe von anderen Studien davor, dass Babys, die länger voll gestillt werden, unter Eisenmangel und Allergien leiden könnten. Frühere Beikost und damit die Erfahrung neuer Geschmacksrichtungen, argumentierten die Wissenschaftler weiter, könnte die Kinder zudem besser auf Lebensmittel wie zum Beispiel Gemüse vorbereiten.

Die WHO empfiehlt seit zehn Jahren, Babys in den ersten sechs Monaten voll zu stillen, um Infektionsrisiken und Wachstumsprobleme zu mindern. 65 Prozent der EU-Staaten, darunter auch Großbritannien, halten sich ebenfalls an die Empfehlung. Die neue Studie stellt die Empfehlung für die Entwicklungsländer nicht infrage, wo sauberes Trinkwasser und gesunde Ernährung oftmals nicht gewährleistet sind. 
 

Anzeige

Andere Experten kritisierten die Studie. Sie habe gehörige Zweifel an deren Schlussfolgerungen, sagte Janet Fyle von der britischen Hebammen-Vereinigung dem Sender BBC. Die Stillempfehlung auf vier Monate zu beschränken, wäre ein "Rückschritt" und spielte den „Herstellern von Babynahrung in die Hände", die Londons Still-Politik von Anfang an nicht gemocht hätten, sagte Fyle. Das britische Gesundheitsministerium bekräftigte, Babys bis zum sechsten Monat erhielten alle für sie notwendigen Nährstoffe aus der Muttermilch.

© afp/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #100202
Businesspaar
am Donnerstag, 27. Januar 2011, 07:38

Kann man nur eines vermuten

Wieder eine "gekaufte" Wissenschaftlerin. Unglaublich was Menschen alles für Geld tun.

Allein, die klugen Mütter werden es ohnehin besser wissen, was für den Nachwuchs am besten ist. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nicht ändern. Jedenfalls nicht mehrheitlich.

Hört nicht auf solche "Vollpfosten".
Avatar #94352
polmu
am Mittwoch, 26. Januar 2011, 22:03

Wer diese Studie bezahlt hat,

dürfte wohl wohl jedem klar sein, der halbwegs bei klarem Verstande ist.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER