Ausland

Medizinische Versorgung im Gaza-Streifen weiterhin ungenügend

Donnerstag, 20. Januar 2011

Berlin – Die anhaltend schlechte medizinische Situation im Gazastreifen hat die Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) kritisiert. Die israelische Blockade des Gazastreifens füge der Gesundheit der 1,5 Millionen Einwohner schwere und zum Teil auch langfristige Schäden zu, hieß es aus der Organisation.

Das Gesundheitsministerium in Gaza beklage den Mangel an dringend benötigten Medikamenten. Zudem kämen immer wieder Palästinenser ums Leben, weil sie aufgrund der Blockade nicht rechtzeitig medizinisch versorgt werden könnten. Am 8. Januar sei der 20-jährige Anas Jumaa Salih an einer schweren Lebererkrankung gestorben, weil er im Shifa Hospital in Gaza nicht behandelt werden konnte.

Anzeige

„Die Gazablockade verletzt zutiefst das grundlegende Recht auf medizinische und humanitäre Versorgung“, sagte die IPPNW-Vorsitzende Angelika Claußen. Die Hilfsorganisation hat die deutsche Bundesregierung daher aufgefordert, sich für die vollständige Aufhebung der Blockade einzusetzen, um die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichenden Lebensmitteln und Medikamenten sowie medizinischen Geräten sicherzustellen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

28.02.17
Köln – Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat vor den Gefahren für geflüchtete Kinder auf der Route von Nordafrika in Richtung Europa gewarnt. Kinder und Jugendliche seien dabei „regelmäßig sexueller......
28.02.17
Mogadischu – Angesichts einer drohenden Hungersnot in Somalia will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren Einsatz in dem Land am Horn von Afrika deutlich ausbauen. Rund 1,5 Millionen Menschen......
27.02.17
Berlin – Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat angesichts der Dürre in Ostafrika einen internationalen Fonds in Höhe von zehn Milliarden Dollar gefordert, um bei Krisen einspringen zu können. „Es......
24.02.17
432 Millionen Euro für Soforthilfe in der Tschadseeregion
Oslo – Bei einer Geberkonferenz für Nigeria und die Länder um den Tschadsee sind heute 457 Millionen US-Dollar (432 Millionen Euro) für Soforthilfe zusammengekommen. Das ist ein Drittel dessen, was......
24.02.17
Berlin – Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, angesichts der Hungersnot im Südsudan schnelle finanzielle Unterstützung zu leisten. „Wir können......
24.02.17
Manila/Mindanao – Der deutsche Botschafter auf den Philippinen hat Hilfsorganisationen vor Ort mit Nachdruck gebeten, ihre deutschen Mitarbeiter wegen akuter Terrorgefahr aus Mindanao abzuziehen. Das......
23.02.17
New York – UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat wegen drohenden Hungerkatastrophen in vier Krisenstaaten einen dringenden Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft gerichtet. Die......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige