Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bisphenol A in Babyfläschchen ab März verboten

Freitag, 11. Februar 2011

Berlin - Babyfläschchen dürfen hierzulande nicht mehr die umstrittene Chemikalie Bisphenol A enthalten. Das Verbot gilt ab dem 1. März, wie das Bundes­verbraucher­schutz­ministerium in Berlin am Freitag mitteilte. Für bereits hergestellte Fläschchen gelte eine Übergangsfrist von

drei Monaten. Das hormonell wirkende Bisphenol A wird unter anderem für Unfruchtbarkeit, Schädigungen der Sexualentwicklung sowie Prostata- und Brustkrebs verantwortlich gemacht.

Bereits jetzt gibt es schon viele Babyprodukte ohne die Chemikalie, wie das Ministerium in Berlin betonte. Sie seien mit dem Hinweis "bpa-frei" oder "bpa free" gekennzeichnet. Glasflaschen seien grundsätzlich frei von Bisphenol A.

Deutschland setzt mit dem Verbot eine Anordnung der EU-Kommission um. Gesundheitsexperten der Mitgliedstaaten hatten sich Ende November geeinigt, die Herstellung von Babyfläschchen mit Bisphenol A ab März zu verbieten. Verbraucherschützer fordern, den Stoff auch aus anderen Alltagsprodukten zu verbannen.

In Frankreich und Dänemark ist Bisphenol A bereits verboten, ebenso in Kanada, Australien und in mehreren US-Bundesstaaten. In Deutschland hatten 2009 mehrere Hersteller Schnuller aus dem Verkehr gezogen, nachdem der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) darin die Chemikalie nachgewiesen hatte. Daneben findet sich Bisphenol A unter anderem auch in Getränkedosen oder in Thermopapier, wie es oft für Kassenbons verwendet wird. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

07.10.14
Bisphenol A: Pränatale Exposition schwächt Lungenfunktion
Baltimore – Der aus Plastikfolien und Epoxidharzbeschichtungen in Lebensmittel gelangende Weichmacher Bisphenol A (BPA) könnte die intrauterine Entwicklung der Lungen behindern. In einer Studie in......
04.03.14
Studie untersucht Bisphenol A als Prostatakrebsrisiko
Cincinnati – Der Plastikzusatzstoff Bisphenol A, der als endokriner Disruptor bereits in geringen Mengen hormonartige Wirkungen entfaltet, wird in einer Studie in PloS One (2014; doi:......
26.02.14
Arbeitsmedizin: Papier aus Thermodrucker erhöht BPA im Urin
Cincinnati – Das häufige Hantieren mit Kassenbons aus Thermopapier, wie sie in vielen Geschäften heute üblich sind, hat in einer experimentellen Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2014; 311:......
09.04.13
Frankreich fordert EU-weites Verbot von Bisphenol A in Kassenbons
Paris – Die französische Regierung will ein europaweites Verbot des Giftstoffes Bisphenol A in Kassenbons durchsetzen. Frankreichs Umweltministerin Delphine Batho kündigte am Dienstag in Paris an,......
19.09.12
Fördert Bisphenol A die Adipositas bei Kindern und Jugendlichen?
New York – Die Chemikalie Bisphenol A, die wegen ihrer potenziell gesundheitsschädlichen Wirkung im letzten Jahr in Babyflaschen verboten wurde, könnte bei Kindern und Jugendlichen die Entwicklung......
29.02.12
Bisphenol A mögliches Risiko für Herzerkrankung
Exeter – Gesunde Menschen mit einer erhöhten Bisphenol-A-Urinkonzentration entwickeln häufiger eine Herzerkrankung als Personen mit niedrigen Urinkonzentrationen der Chemikalie. Diese Entdeckungen......
23.11.11
Bisphenol A lauert in Konservendosen
Boston – Die Diskussion um die Risiken von Bisphenol A drehte sich bisher vor allem um Baby-Flaschen und andere Plastikbehältnisse. Jetzt zeigt eine Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2011;......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige