Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Vorhofflimmmern überwiegend vermeidbar

Dienstag, 29. März 2011

Minneapolis – Mehr als die Hälfte aller Erkrankungen an Vorhofflimmern sind auf modifizierbare Risikofaktoren zurückzuführen und deshalb im Prinzip vermeidbar. Dies zeigt eine Studie in Circulation (2011; doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.110.009035). Heraus kam aber auch, dass optimale Bedingungen für eine Prävention nur bei jedem zwanzigsten Erwachsenen vorliegen.

Das Vorhofflimmern ist die häufigste klinisch relevante Herzrhythmusstörung. Es erkranken überwiegend ältere Menschen. Bei den über 65-Jährigen beträgt die Prävalenz 3 bis 5 Prozent. Die Risikofaktoren sind bekannt: Neben kardialen Vorerkrankungen sind dies in erster Linie arterielle Hypertonie, Adipositas, Typ-2-Diabetes mellitus und Rauchen.

Diese Risikofaktoren sind in den Industrieländern weit verbreitet. In den USA leben vor allem Menschen der afroamerikanischen Gemeinschaft sehr ungesund. Nach den Berechnungen von Rachel Huxley von der Universität von Minnesota in Minneapolis wären bei afroamerikanischen Frauen 94 Prozent und bei afroamerikanischen Männern 91 Prozent aller Fälle von Vorhofflimmern vermeidbar.

In der weißen Bevölkerungsgruppe beträgt der Anteil 50 Prozent bei den Männern und 38,2 Prozent bei den Frauen. Die Berechnungen basieren auf der Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC) Studie, einer Kohorte von fast 15.000 Menschen mittleren Alters, die seit nunmehr fast 20 Jahren beobachtet werden. © rme/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

29.08.17
Implantierter Herzmonitor erkennt Vorhofflimmern
New York – Ein daumengroßer Herzmonitor, der unter die Haut implantiert wird und bis zu drei Jahre lang die Herzaktivität aufzeichnet, erkennt häufig Episoden des Vorhofflimmerns, die beim......
18.07.17
Lange Arbeitszeiten erhöhen Risiko auf Vorhofflimmern
London – Wochenarbeitszeiten von 55 Stunden oder länger waren in einer Multi-Kohortenstudie im European Heart Journal (2017; doi: 10.1093/eurheartj/ehx385) mit einem um etwa 40 Prozent erhöhten Risiko......
01.06.17
Experten fordern flächendeckendes Screening auf Vorhofflimmern
Berlin – Ein flächendeckendes Screening auf Vorhofflimmern könnte weltweit hunderttausende Schlaganfälle verhindern. Das schreibt das internationale Expertengremium AF-Screen in einem Aufruf, der in......
21.03.17
Katheterablation: Dabigatran mit geringerem Blutungsrisiko als Vitamin K-Antagonist
Baltimore – Der Thrombinhemmer Dabigatran hat in einer randomisierten Studie das Schlaganfallrisiko einer Katheterablation des Vorhofflimmerns ebenso effektiv gesenkt wie der Vitamin-K-Antagonist......
27.02.17
Schlaganfall: Verlängertes Langzeit-EKG erkennt Vorhofflimmern häufiger
Göttingen – Die Chance, ein Vorhofflimmern zu diagnostizieren, das bei vielen Patienten nur zeitweise auftritt, kann durch die Verlängerung des EKG-Monitorings von 24 Stunden auf zehn Tage deutlich......
23.01.17
Vorhofflimmern: Register ermittelt hohe Erfolgsrate, aber auch Risiken der Katheterablation
Barcelona – Die Katheterablation, eine relativ neue Behandlung des Vorhofflimmerns, hat sich in einem europäischen Register bei drei von vier Patienten als erfolgreich erwiesen. Die Behandlung ist......
16.11.16
Vorhofflimmern: Studie zeigt zwei sichere Strategien für Rivaroxaban nach Koronarstent auf
Boston – Das neue orale Antikoagulans Rivaroxaban, das bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern bereits zur Prophylaxe von Schlaganfällen zugelassen ist, kann auch eingesetzt werden, wenn......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige