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Hochschulen

Neues Konzept gegen Schlaflosigkeit in Dresden entwickelt

Mittwoch, 13. April 2011

Dresden – Das Thema „Schlaflosigkeit“ wird bei der Prävention psychischer Erkrankungen immer wichtiger. Das berichten Experten des Früherkennungszentrums für psychische Störungen der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Studien ließen diese in einem neuen Licht erscheinen: Galten massive Probleme beim Ein- oder Durchschlafen bisher als Folge von Depressionen oder anderer seelischer Krankheiten, gelte Schlaflosigkeit heute auch als Vorbote psychischer Störungen. Menschen, die Schwierigkeiten mit ihrer Nachtruhe hätten, würden eher psychisch krank als andere.

Um vor dem Auftreten einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung gegenzusteuern, haben Mitarbeiter des Früherkennungszentrums ein neues Behandlungskonzept entwickelt und ihm mit „RaTs faz“ einen eingängigen Namen verpasst. Dahinter steckt der Name „Raus aus dem Teufelskreis – Therapiemanual für akute und zeitlich überdauernde Schlafstörungen“.

Zu dem Programm gehören eine gezielte Diagnostik und variable Therapie, die Patienten ambulant wie stationär wahrnehmen können. Die Betroffenen könnten so lange daran teilnehmen, bis sich die Symptomatik gebessert habe. In den Therapiesitzungen vermitteln die Experten Wissen über das Schlafen und die Bewältigung der damit zusammenhängenden Probleme, dessen Umsetzung dann in der Gruppe besprochen und zu Hause geübt wird.

Das Dresdner Früherkennungszentrum wurde gegründet, um Menschen mit psychischen Störungen unbürokratisch und niederschwellig zu helfen. „Für viele Betroffene ist die Scheu vor einem Nervenarzt oder gar einer psychiatrischen Klinik so groß, dass sie erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium professionelle Hilfe suchen“, sagten Andrea Pfennig und Karolina Leopold, Leiterinnen des Zentrums.

Außerdem sei die Diagnose einer psychischen Krankheit im Frühstadium oft schwierig und erfordere Spezialwissen und besondere Untersuchungsmethoden. Deshalb arbeiteten im Dresdner Früherkennungszentrum speziell geschulte Psychiater, Kinder- und Jugendpsychiater, Psychologen und Sozialarbeiter Hand in Hand. © hil/aerzteblatt.de

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