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Politik

Krankenstand von Pflegekräften ein Drittel über dem Durchschnitt

Dienstag, 19. April 2011

München – Mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen hat die AOK Bayern gefordert. Nach einer Auswertung der Krankheitstage von Pflegekräften, die bei der AOK Bayern versichert sind, liegt deren Krankenstand um rund 30 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten.

Konkret beträgt die Krankheitsquote 5,5 Prozent, während sich der bayernweite Durchschnitt auf 4,2 Prozent Krankheitstage bezogen auf alle Arbeitstage beläuft. „Die Mehrheit der Betroffenen sieht dabei einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und Arbeitsbelastung“, sagte Werner Winter, Berater für Betriebliche Gesund­heits­förder­ung der AOK Bayern. Besonders häufig seien die Pflegekräfte wegen Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat und wegen psychischer Leiden krankgeschrieben.

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Die AOK Bayern erweitert daher jetzt ihr landesweites Programm bei der betrieblichen Gesund­heits­förder­ung in Pflegeeinrichtungen und unterstützt diese mit gezielter Prävention. Dazu bietet die Kasse in Pflegeeinrichtungen spezielle Rückentrainings, Workshops zur Burn-Out-Vermeidung und Stress-Management-Programme. © hil/aerzteblatt.de

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axel_b
am Freitag, 22. April 2011, 18:22

Die statistische Blindschleiche AOK mal wieder…

…es leuchtet doch wohl ein, dass der Arzt bei Pflegekräften - angesichts der potentiellen Folgen für ihre Schutzbefohlenen - häufig nach strengeren Isolierkriterien prüft und somit auf weiter gefasste Krankschreibungen befindet, als dies z.B. bei gleich erkrankten Call-Center-Mitarbeitern oder Bürokräften der Fall wäre.

Ein Koch mit Diarrhoe, ein Taxi-Fahrer mit eitrigem Auswurf, sie erfordern andere Krankschreibungstage als ein Übersetzer oder Vogelwart. Kommt allerdings alles nicht in den "Ambulanten Kodierrichtlinien" (AKR) vor! Hat ja auch nichts mit "Morbidität" zu tun sondern mit ärztlichem Alltag…

Wenn ich die AOK richtig verstehe, geht der Trend bei ihren Krankschreibungen offenbar künftig in Richtung "Abstimmung der Mehrheit der Betroffenen".

MfG Dr. Axel Brunngraber, Hannover

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