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Politik

Kasse sieht erste Wirkungen des Arzneimittelgesetzes

Mittwoch, 4. Mai 2011

Hannover – Von ersten Einsparungen durch das neue Arzneimittelgesetz berichtet die Krankenkassen KKH-Allianz. Nach Auswertung von Verordnungsdaten des ersten Quartals 2011 sind die Arzneimittelausgaben der Kasse um 0,9 Prozent je Versicherten gestiegen, obwohl diese 6,4 Prozent mehr Rezepte als im Vorjahreszeitraum abgegeben haben.

Dies sei vor allem auf die Erhöhung des Herstellerrabattes von sechs auf 16 Prozent zurückzuführen. Die KKH-Allianz konnte dadurch fast 7,8 Millionen Euro einsparen. Auch die Einführung des Preismoratoriums habe die KKH-Allianz in den ersten drei Monaten um rund 1,4 Millionen Euro entlastet. Zusätzlich habe sich die Anhebung des Apotheken-Rabattes von 1,75 auf 2,05 Euro mit zirka 1,2 Millionen Euro bemerkbar gemacht.

„Ohne die gesamten begrenzenden Maßnahmen wären die Kosten in den ersten drei Monaten bei der KKH-Allianz um 7,2 Prozent gestiegen“, hieß es aus der Krankenkasse. Für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung bedeuteten die neuen Regelungen Einsparungen in Höhe von 390 Millionen Euro.

„In den vergangenen Jahren sind die Kosten im Arzneimittelbereich unaufhaltsam gestiegen. Wie unsere Daten belegen, wurden mit dem Arzneisparpaket endlich Instrumente implementiert, die diesen Trend zumindest vorübergehend stoppen“, sagte Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz.

Allerdings sei es für eine grundsätzliche Entwarnung an der Arzneimittelfront noch zu früh. „Hier bleibt abzuwarten, ob die mit der letzten Gesetzesänderung neu gefassten Regeln für die Zulassung von Arzneimitteln dauerhaft kostensenkend wirken“, so der Kassenchef.

Im gesamten Jahr 2010 hatten die niedergelassenen Ärzte den 70 Millionen gesetzlich Versicherten laut der Techniker Krankenkasse Arzneimittel im Wert von rund 34 Milliarden Euro verschrieben. Das sind fast zwei Milliarden Euro oder rund sechs Prozent mehr als 2009. Das Verordnungsvolumen belief sich auf 693 Millionen Arzneimittel-Packungen. Im Durchschnitt erhielt jeder gesetzlich Versicherte Verordnungen für rund 485 Euro.

© hil/aerzteblatt.de

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